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Fachkräfte Aug 16, 2022

Recruiting der Innovationsführer von morgen: Wie man in Bayern Spitzenkräfte findet.

Egal ob Start-up, Scale-up oder Big Player im Technologiesektor – die richtigen Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Wachstum eines Unternehmens. In Bayern eignen sich die Talente von morgen von Anfang an solide Kompetenzen an, denn hier sind einige der weltweit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen beheimatet. Auch die Berufsausbildung und das duale Studium bieten solide Qualifikationen und Praxiserfahrung von Beginn an. Und schließlich ziehen die Lebensqualität und eine interessante Wirtschaftsszene mit interessanten lokalen wie internationalen Firmen viele junge Fachkräfte und Experten aus der ganzen Welt an.

Doch wie genau findet man hier Top-Talente? LinkedIn-Anzeigen, Headhunter und Jobmessen mögen ein guter Anfang sein. Aber damit sollten Sie nicht aufhören.

Wir haben mit drei Experten aus der Start-up- und Tech-Szene gesprochen. Sie wissen aus erster Hand, was Top-Talente anzieht, selbst in einer zunehmend wettbewerbsorientierten Recruitinglandschaft:

  • Dr. Christian Andersen ist Netzwerkmanager bei ZDI Mainfranken, einem führenden Zentrum für digitale Start-ups in der Region.
     
  • Katrin Oeder ist Managerin Human Resources bei fortiss, dem Forschungsinstitut des Freistaats Bayern für softwareintensive Systeme. Und last but not least,
     
  • Frederike Rohr ist Director Health und Head of Munich bei Plug and Play, einer führenden Innovationsplattform, die Start-ups, Unternehmen, Risikokapitalfirmen, Universitäten und öffentliche Einrichtungen miteinander verbindet. Der Hauptsitz befindet sich im Silicon Valley.

 

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1. Stellen Sie nicht nur ein, sondern knüpfen Sie Kontakte.

 

In der Tech-Szene als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, ist entscheidend - das spricht sich schnell herum. Diese Regel gilt für Bayern genauso wie für jeden anderen Innovationsstandort auf der Welt.

Frederike sagt: "Es ist wichtig, sich frühzeitig als Vordenker in der jeweiligen Branche zu positionieren und seine Unternehmenswerte zu definieren. Es ist entscheidend, diese Werte sowohl intern als auch extern authentisch zu vertreten und sie potenziellen neuen Talenten zu vermitteln."

In Bayern gibt es viele Tech-Netzwerke, die neue Teilnehmer gerne willkommen heißen. Genauso wie man sich beruflich vernetzt, kann man diese Verbindungen auch nutzen, um sich als potenzieller Arbeitgeber zu präsentieren. Das Wichtigste ist, dass man in der Szene wahrgenommen wird und sich engagiert.
Dr. Christian Andersen,
ZDI Mainfranken, Netzwerkmanager
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Apropos wahrgenommen werden: Lokale Tech-Events bieten ebenfalls eine gute Gelegenheit, sich zu einzubringen. Christian nennt die Würzburger Webwoche in seiner Region als gutes Beispiel: "Diese sieben Tage sind vollgepackt mit Veranstaltungen und hochkarätiger PR-Berichterstattung. Das ist eine gute Möglichkeit, die Sichtbarkeit von Sponsoren und Rednern zu erhöhen."


2. Früh anfangen.

 

Katrin betont, wie wichtig es ist, von Anfang an Verbindungen zu Universitäten aufzubauen. Auf diese Weise kann man nicht nur als Unternehmen in die Tech-Szene eintauchen, sondern auch bei zukünftigen Absolventen ein Bewusstsein für die eigene Firma schaffen.

Sie können gar nicht früh genug damit starten, mit jungen Talenten zu sprechen, und Professoren sind dabei immer gute Multiplikatoren
Katrin Oeder,
fortiss, Managerin Human Resources

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, z. B. durch das Angebot von Praktika für Studenten, die Zusammenarbeit bei Abschlussarbeiten oder Gastvorträge.

Christian fügt hinzu: "Wir haben hier in Würzburg viele Veranstaltungen an den Hochschulen, wie zum Beispiel Hackathons. Unternehmen, die jungen IT-Talenten solche coolen Herausforderungen bieten, können damit rechnen, dass sie danach ganz oben auf der Wunscharbeitgeberliste stehen."

  • Auf dem Weg zur Kampusstrategie minus
  • 3. Leben Sie New Work.
     

    Das Schlagwort "New Work" mag gerade beim Recruiting überstrapaziert erscheinen. Doch Katrin betont, dass ein moderner Führungsstil noch wichtiger ist als Wohlfühlprogramme und flexible Arbeitszeiten. "Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern neue Möglichkeiten auf und lassen Sie sich auf deren Ideen ein. Eine Kommunikation auf Augenhöhe eröffnet die Möglichkeit, Herausforderungen anzugehen und gemeinsam innovative Lösungen zu finden. Helfen Sie jungen Talenten sich weiterzuentwickeln und investieren Sie in Fortbildungen. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit entgegenbringen, werden diese sich eher mit dem Unternehmen identifizieren."


    4. Nehmen Sie das Thema Diversity ernst.
     

    Unterschiedliche Herkunft, Geschlecht, Alter, Aussehen, Religion oder Persönlichkeit – Diversity hat viele Facetten. Laut Frederike wird genau dieses Potenzial beim Recruiting oft unterschätzt.

    Inklusivität ist sehr wichtig, besonders in der Tech-Branche. Viele Frauen schrecken noch immer vor diesem 'männerdominierten' Bereich zurück, daher ist es wichtig, junge Frauen zu ermutigen und zu motivieren, in die Tech-Branche einzusteigen. Ich kann mir vorstellen, dass sich Unternehmen für weibliche Nachwuchskräfte sehr attraktiv machen können, indem sie spezielle Initiativen zur Förderung von Frauen in der Tech-Szene starten.
    Frederike Rohr,
    Plug and Play, Director Health und Head of Munich

    Eine gelungene Recruiting-Strategie lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Im Idealfall finden Sie nicht nur neue Young Potentials und Top-Professionals, sondern Sie lernen, das Profil als Unternehmen zu schärfen und die eigenen Werte zu überdenken.

    Wenn Sie in Bayern eine Niederlassung haben und daran interessiert sind, Beziehungen zu den bayerischen Hochschulen und deren Career Centern aufzubauen, wenden Sie sich an uns – wir vernetzen Sie gerne.

     

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