Bayern investiert in die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI)

Fast jeder kennt mindestens eine Entwicklung, die etwas mit Künstlicher Intelligenz, kurz KI genannt, zu tun hat: etwa im Smartphone oder in sozialen Medien. Auch in der Wirtschaft findet KI als Cross-Industry-Innovation in nahezu sämtlichen Branchen vermehrt Anwendung. Um in Bayern auch in Zukunft die idealen Rahmenbedingungen bieten zu können, fördert der Freistaat im großen Maße die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz.

Bereits 2018 beschloss die bayerische Staatsregierung, in den Folgejahren 280 Millionen Euro in die Forschung der KI zu investieren. Und das zusätzlich zu bereits bestehenden Initiativen wie beispielsweise Bayern Digital II, einem zunächst bis 2022 angesetzten Strategieplan. Das Ziel: Bayern ganz an die Spitze in diesem Bereich der Digitalisierung führen. „Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsselbranche der Zukunft“, so Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in einer Bekanntmachung. Daher wird nicht nur in Fördermittel investiert, sondern im gleichen Zuge auch 95 neue staatliche Stellen in diesem Bereich geschaffen. Zusätzlich hat das Kabinett beschlossen, eine Bayerische KI-Agentur ins Leben zu rufen. Innerhalb der Agentur soll ein KI-Rat aus führenden Experten entstehen, der über die Landesgrenzen hinaus internationale Strahlkraft entwickelt. So wird sich Bayern an der Spitze des internationalen Wettbewerbs in Sachen KI positionieren.

Gelder für die Forschung pushen die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz in Bayern

 

Besonders die Universitäten und Hochschulen an den Standorten Erlangen, Würzburg, Augsburg, Bayreuth, Ingolstadt und Weiden profitieren von neuen Professoren-Stellen. In Verbindung mit dem bayernweit bereits existierenden Kompetenznetzwerk von KI Start-ups in Bayern, sowie Einrichtungen wie beispielsweise dem Zentrum für KI-Forschung in München, das im Jahr 2019 aus einer Kooperation von IBM und fortiss hervorgegangen ist, machte Bayern damit einen großen Schritt in Richtung Zukunft.

Auch das Fraunhofer Institut wurde mit ins Boot geholt: So wurde nicht nur ein neues Fraunhofer Institut für Kognitive Systeme am Standort München eröffnet: Es wird bereits daran gearbeitet, eine eigene Forschungseinrichtung auf dem Hochschul- und Forschungszentrum Garching zu bauen, um gezielt Forscher für Bereiche der Künstlichen Intelligenz für Bayern anzuwerben. Der Bau wird mit je 20 Mio. Euro vom bayerischen Wirtschaftsministerium und der Bundesregierung gefördert. Auch eine Anbindung des Gebäudes an die Technische Universität München (TUM) ist in Vorbereitung. Des Weiteren gibt es in Bayern das Fraunhofer Institut für Angewandte und Integrierte Sicherheit, welches sich seit Ende 2019 ebenfalls in Garching befindet und sich unter anderem mit der Sicherheit des Internet der Dinge befasst.

In Nürnberg im ADA Lovelace Center für Analytics, Daten und Anwendungen können diese Forscher dann zusammenkommen. Es wurde im Dezember 2019 eröffnet. Dort gibt es nicht nur eine Erlebniswelt für KI, sondern auch Coworking Spaces, wo sich Mitarbeiter verschiedener Unternehmen und Einrichtungen vernetzen und austauschen können. Bis 2023 wird das ADA Lovelace Center, das Partnerschaften mit mehreren Hochschulen und Fraunhofer Instituten unterhält, vom Freistaat Bayern gefördert. Solche Investitionen in die Forschung sind notwendig, weil es bei KI um mehr als nur Wissenschaft, sondern auch um ethische, soziale und rechtliche Fragen geht.

Künstliche Intelligenz in Bayern als Cross-Industry-Innovation

Im Konkurrenzkampf der einzelnen Länder wie Japan, China und den USA um die Vorreiterschaft im Bereich Künstliche Intelligenz darf Bayern nicht den Anschluss verlieren. Daher steht seit Beginn der staatlich geförderten Initiativen die Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg klar im Fokus. Weitere Beispiele für Cross-Industry-Innovation sind Technologien wie das Internet der Dinge, IT-Security oder Virtual- und Augmented Reality, welche branchenübergreifend auch bei in Bayern ansässigen Konzernen wie zum Beispiel Apple, IBM, Microsoft oder Siemens Anwendung finden. An Bedeutung wird die KI in den kommenden Jahren nicht verlieren – ganz im Gegenteil, wie Celonis und andere aufstrebende KI-Start-ups zeigen. Mit der Zukunftsinitiative für Künstliche Intelligenz ist der Freistaat Bayern bestens darauf vorbereitet.