IT-Sicherheit: Start-ups und Möglichkeiten in Bayern

Die Verluste deutscher Unternehmen durch Cyber-Attacken liegen laut letzten Schätzungen des Bundesamtes für Verfassungsschutz bei rund 55 Milliarden Euro jährlich. Nach dem Motto „Safety first“ möchten bayerische Start-ups aus der IT Security dieser Zahl etwas entgegensetzen. Dank ihrer innovativen Lösungen sollen Unternehmer vor Identitätsdiebstahl, Erpressung oder Spionageangriffen geschützt werden. All das zahlt darauf ein, die digitale Transformation voranzutreiben – ohne sich Gedanken über Cyber-Kriminalität machen zu müssen.

Dabei ist das Thema IT Security ein weites Feld, das zahlreiche Maßnahmen für ein sicheres digitales Arbeiten erfordert: seien es die komplexen und empfindlichen Vernetzungen der Industrie 4.0 oder der Umgang mit Big Data und dem Internet der Dinge. Die Lösungen der bayerischen Start-ups kümmern sich daher um den Schutz vor Erpressung, Industriespionage oder Identitätsdiebstahl ebenso wie das Absichern von Kundenzahlungen mit Online-Bezahlsystemen und den Schutz geistigen Eigentums. Die Flexibilität, die die Start-ups mitbringen, helfen Unternehmen, agil auf sich ändernde Bedrohungslagen zu reagieren. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht es wiederum den Start-ups, die Bedürfnisse der Unternehmen genau kennenzulernen und ihre Lösungen darauf abzustimmen.

Aufstrebende und etablierte Unternehmen

Bayerns Angebot an Gründerideen bietet beispielsweise folgende Lösungen:

  • Crashtest Security: Sicherheitstest für KMUs, die automatisiert und in Echtzeit arbeiten, um gezielt vor Cyberattacken zu schützen.
  • Boxcryptor von Secomba GmbH: End-to-End-Verschlüsselung „Made in Germany“ für Dropbox, Google Drive und Co. Daten werden dazu vor der Cloud-Synchronisation mit einer Zero-Knowledge-Verschlüsselung ausgestattet.
  • Alyne: SaaS-Lösung als Kombination aus IT Security und RegTech. Ermöglicht Unternehmen sowohl IT-Sicherheit und Risikomanagement als auch Compliance-Fähigkeiten zu entwickeln und den Reifegrad der Umsetzung zu messen.

 

Für die Erfolgschancen junger Gründer in Bayern sprechen vor allem die bereits etablierten Firmen wie die Brainloop AG als führender Anbieter von Cloud-basierten Lösungen zur Zusammenarbeit mit vertraulichen Dokumenten oder das bayerische Unternehmen Rohde & Schwarz Cybersecurity, das öffentliche Institutionen und Firmen weltweit vor Angriffen schützt.


Angebot und Austausch für Start-ups

Um die Entwicklung der Start-ups zu unterstützen, fördert Bayern diese mit Hilfe verschiedener Programme und Einrichtungen. Dazu gehört auch das Sicherheitsnetzwerk München, das vom Bayerischen Wirtschaftsministerium den Auftrag hat das Branchennetzwerk im Bereich IT Sicherheit zu intensivieren und den Austausch zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu fördern. Und das setzt das Sicherheitsnetzwerk zum Beispiel mit den jährlich stattfindenden TechDays um. Unter dem Motto "Digital Innovation" kommen innovative Startups, weltweit erfolgreiche Konzerne, erstklassige Forschung und eine kreative digitale Szene am 13. und 14. Mai 2018 im Muffatwerk München zusammen. Interaktive Formate sollen Besucher und Akteure zusammenbringen und den Dialog befördern. Das Programm umfasst Panels, Tech Talks, Workshops, Live Hackings und ein hochkarätig besetztes Symposium. Darüber hinaus gibt es einen Ausstellerbereich für Startups, eine Demo Zone, wo Produktinnovationen präsentiert werden und die Innovation Gallery mit aktuellen Projekten von Universitäten und Forschungseinrichtungen.


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