Hoch hinaus: Bayerns Aerospace-Branche ist führend in Europa

Die bayerische Luft- und Raumfahrtbranche genießt weltweit einen hervorragenden Ruf. Der Freistaat beheimatet nicht nur Global Player wie Airbus oder MTU. Er ist auch Sitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, mehrerer Forschungseinrichtungen und zahlreicher KMUs.

Die kleinen und mittleren Unternehmen machen den größten Teil der etwa 550 bayerischen Aerospace-Unternehmen aus, die nahezu die gesamte Wertschöpfungstiefe abdecken, von der Grundlagenforschung bis hin zur Vermarktung. Mehr als 60.000 Menschen beschäftigt die Branche in Bayern, der erwirtschaftete jährliche Umsatz im verarbeitenden Gewerbe beträgt ca. 7 Milliarden Euro.

Die starke Präsenz der Luft- und Raumfahrtindustrie steht natürlich in direktem Zusammenhang mit der europaweit einzigartigen Forschungslandschaft in Bayern. So finden sich im Freistaat zahlreiche Universitäten, Fachhochschulen und Großforschungseinrichtungen wie zum Beispiel das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) oder Institute der Fraunhofer- und Max-Planck-Gesellschaft, die auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt forschen und lehren.

Forschen, lehren und gründen

Diese Dichte an Unternehmen und Forschungseinrichtungen macht Bayern zur führenden Aerospace-Region in Europa. Um Synergien zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu nutzen, Projekte zu initiieren und Produkte zur Markreife zu bringen, wurde vor knapp zwei Jahren der Ludwig Bölkow-Campus in Ottobrunn ins Leben gerufen. Der Campus, an dem das Bauhaus Luftfahrt, das DLR, die TU München, die Hochschule München, die Universität der Bundeswehr München sowie Airbus, IABG und Siemens beteiligt sind, versteht sich explizit als Innovationsplattform und Ausgangspunkt für interdisziplinäre Kooperationen. Die enge Nachbarschaft von Industrieunternehmen, Forschungsinstituten und Weiterbildungseinrichtungen schafft ein Umfeld aus Kreativität und Gründergeist, das entscheidend dazu beiträgt, die Spitzenposition Bayerns in der Aerospace-Technologie langfristig zu sichern. Schwerpunktaufgaben des Campus sind neben der Förderung von Spitzenforschung und der gezielten Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft vor allem der Transfer von Forschungsergebnissen zu marktreifen Produkten. Zum einen durch die Gründung neuer Start-Ups und zum anderen durch die gezielte Ansiedlung neuer High-Tech-Unternehmen und Spin-Offs aus dem Zukunftsmarkt der Luft- und Raumfahrt.

Raketenwissenschaft für den Alltag

Kein Wunder also, dass die Europäische Weltraumagentur (ESA) nun auch in Ottobrunn ein Business Incubation Centre (BIC) eröffnete. Zusätzlich zu den bestehenden Standorten in Nürnberg, Oberpfaffenhofen und im Berchtesgadener Land ist Ottobrunn nun das vierte Zentrum der ESA in Bayern. Die BICs sind Anlaufstellen für Firmengründer, die die vorhandene Infrastruktur nutzen können, um Ihre Geschäftsideen zu realisieren. Dabei konzertieren sich die BICs vor allem auf Anwendungen und Innovationen, die die Raumfahrttechnologien in alltagstaugliche, praktische Nutzungsformen oder Produkte übertragen. Die Anwendungsszenarien sind dabei vielfältig und reichen von der Satellitennavigation über Robotik bis hin zu medizintechnischen Bereichen.

Sie möchten mehr über Chancen und Möglichkeiten in der Aerospace-Branche in Bayern erfahren? Sprechen Sie uns an, wir informieren Sie gerne!