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Entscheidung im bundesweiten Wettbewerb der außeruniversitären Forschungsförderung

Aigner: "Neues Helmholtz-Institut für Würzburg. Staatsregierung unterstützt den Aufbau mit 46 Millionen Euro."

MÜNCHEN / WÜRZBURG   In dem größten bundesweiten Wettbewerb der außeruniversitären Forschungsförderung konnte sich der Standort Würzburg durchsetzen. Nachdem 2013 in Erlangen-Nürnberg ein Helmholtz-Institut für Energieforschung errichtet wurde, hat der Senat der Helmholtz-Gemeinschaft nun einen weiteren bayerischen Standort zur Institutsgründung identifiziert: Würzburg. Damit werden gleich zwei von bundesweit bislang fünf beschlossenen Helmholtz-Instituten in Franken beheimatet sein. In Würzburg trifft das neue Institut auf ein ideales Umfeld: An der Universität forschen bereits Wissenschaftler am Zentrum für Infektionsforschung auf dem gleichen Gebiet. Sie arbeiten schon jetzt hochgradig interdisziplinär und international vernetzt und genießen international höchste Anerkennung. Das neue außeruniversitäre Helmholtz-Institut soll diesen Aktivitäten weiteren Schub verleihen und Würzburg als internationales Zentrum der Infektionsforschung etablieren. Wirtschafts- und Technologieministerin Ilse Aigner – zugleich auch Amtssenatorin in der Helmholtz-Gemeinschaft – ist vom Erfolg des neuen Instituts in Unterfranken überzeugt. Die Ministerin betont dabei neben der herausragenden wissenschaftlichen Infrastruktur in Würzburg auch die hervorragenden finanziellen Rahmenbedingungen: „Im bayerischen Haushalt haben wir die finanziellen Voraussetzungen für die Aufbauphase des Instituts in Höhe von über 46 Millionen Euro geschaffen, weil wir von dem Vorhaben absolut überzeugt sind. Es freut mich, dass sich der Antrag gegen knapp zwei Duzend Konkurrenten durchsetzen konnte.“ Auch die Präsidentin des Bayerischen Landtags Barbara Stamm sowie Bayerns Finanzstaatssekretär Eck und der Landtagsabgeordnete des Stimmkreises Würzburg-Stadt, Oliver Jörg, begrüßen die Errichtung des neunen Helmholtz-Instituts in Unterfranken.
 
Das Helmholtz-Institut ist eine Kooperation des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung in Braunschweig und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Gemeinsam sollen sogenannte Ribonukleinsäuren (RNA) und deren Rolle in Infektionsprozessen erforscht werden. RNAs werden ein enormes Potenzial als Angriffspunkte für Medikamente und auch als Therapeutika selbst zugesprochen. Helmholtz-Präsident Professor Otmar Wiestler: „Wir haben die Helmholtz-Institute ins Leben gerufen, um Zukunftsthemen in enger Partnerschaft mit einer Universität gemeinsam und langfristig zu bearbeiten. Sie haben sich in den vergangenen Jahren als ein ausgezeichnetes Modell dafür erwiesen. Auf dem Gebiet der Infektionsforschung wird das neue Institut ein weiteres schlagkräftiges Beispiel sein. Ich gehe davon aus, dass es Bedeutung weit über die Infektionsforschung hinaus erlangen wird.“
 
Das ehemals Helmholtz- und Max-Planck-freie Franken steigt damit in die Champions League der internationalen Forschung auf: Am 5. Oktober 2016 weihte die Ministerin in Erlangen das neue Institutsgebäude für das Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts ein und noch dieses Jahr werden die rechtlichen Voraussetzungen für ein Erlanger Max-Planck-Zentrum für Physik und Medizin geschaffen.

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Ihr Ansprechpartner:

Dr. Anton Preis Pressesprecher – Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie Telefonnummer: +49 89 2162-2290 Prinzregentenstr. 28  80538 München