Wenn Kühe Kopfschmuck tragen

Während Bayerns Wirtschaft in Rekordtempo die Zukunft gestaltet, wird so manches Brauchtum noch gepflegt wie vor Hunderten von Jahren. Bestes Beispiel ist der Almabtrieb, im Allgäu auch Viehscheid genannt.

Wenn der Bergsommer endet, bringen die Almhirten die Jungtiere wieder ins Tal zurück und übergeben sie dort ihren Besitzern, geschmückt mit Alpenblumen und großen Glocken – zum Dank für eine unfallfrei verlaufene Weidesaison.

Rückkehr nach circa 100 Tagen auf der Alm
Die Einkehr der hübsch zurechtgemachten Tiere ist nicht nur ein Blickfang, der alljährlich viele Besucher anlockt, sondern vor allem ein Zeichen, dass alles gut gegangen ist: Denn geschmückt wird nur, wenn keinem Tier etwas zugestoßen ist. Schließlich birgt der Sommeraufenthalt auf den Almen auch gewisse Gefahren für die Tiere, bis hin zum Absturz. Doch die Vorteile wiegen umso schwerer: Seit jeher treibt man die Jungtiere im Frühjahr die Berge hoch, damit sie robust und widerstandsfähiger werden – gestärkt von frischer Bergluft, saftigem Gras und gesunden Almkräutern.

Im Berchtesgadener Land ist die Rückkehr der Tiere kein leichtes Unterfangen. Aufgrund der steilen Berghänge zu beiden Seiten des Königssees kommt nur der Wasserweg in Frage.

Wer das bunte Treiben selbst erleben will, sollte frühzeitig da sein, um sich einen guten Platz zu sichern. Denn viele der Almabtriebe in Bayern sind inzwischen wahre Publikumsmagnete:
 
-    13.09.2014, Schwangau, 12.30 Uhr
-    16.09.2014, Nesselwang, 9.30 Uhr
-    20.09.2014, Krün bei Mittenwald, 11.00 Uhr
-    20.09.2014, Immenstadt, 9.00 Uhr
-    21.09.2014, Mittenwald (mit Almfest), 11.00 Uhr
-    27.09.2014, Ramsau-Hintersee, 10.00 Uhr (Ausweichtermin 1.10.)

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