Weltmeister im Hyperloopen

Drei Rennen - drei Weltrekorde! Das Studententeam der TU München hat wieder die Konkurrenz hinter sich gelassen mit ihrem Prototypen für das Zukunftsprojekt Hyperloop - einem Transportsystem, in dem Menschen am Boden mit annähernder Schallgeschwindigkeit reisen sollen.

Bis kurz vor dem Start hatte das WARR-Team aus München ihre Hyperloopkapsel nicht einmal testen können. Jetzt ging ihr “Pod” auf die Teststrecke in Los Angeles: 467 Stundenkilometer! 50 Prozent schneller als der Vorgänger, um Längen schneller als die Konkurrenz und zum dritten Mal die schnellsten im Wettbewerb des SpaceX-Gründers Elon Musk.

Die WARR-Hyperloop Crew von der Technischen Universität München (Quelle: TU München)
Hyperloop-Initiator Elon Musk im Gespräch mit dem WARR-Team in Kalifornien (Quelle: TU München)

Musk hatte das Rennen 2015 gestartet, um ein revolutionäres Transportsystem der Zukunft zu entwickeln. In einer vakuumierten Röhre soll irgendwann eine Transportkapsel (der Pod) mit über 1200 km/h Menschen von A nach B bringen. Seit Beginn dominiert das WARR-Hyperloop Team von der Technischen Universität München den Wettkampf gegen andere Teams. Bei der aktuellen dritten Ausgabe hatten sich von ursprünglich 18 Teams noch drei qualifiziert. Die TU Delft (Niederlande) erreichte allerdings statt über 400 km/h nur 142, die ETH Lausanne (Schweiz) zockelte praktisch mit 85 hinterher.

Das internationale WARR-Team aus München hat dabei finanzielle Unterstützung durch die TUM. Die Abkürzung “WARR” steht übrigens für: Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt. Sie nutzen den Makerspace – das Zentrum für Innovation und Gründungen der Universität – als ihre große Werkbank.

Überdies fördert die bayerische Landesregierung das Projekt. Ministerpräsident Söder selbst äußerte jüngst in seiner Regierungserklärung, dass er eine bayerische Hyperloop-Teststrecke bauen will.