Weinland Bayern

Bayern ist bekanntermaßen international berühmt für sein leckeres, traditionsreiches Bier. Viele vergessen dabei allerdings, dass Bayern mehr als nur Hopfen und Malz zu bieten hat. Auch Wein hat in Deutschlands größtem Bundesland eine lange Tradition und im berühmten Bocksbeutel mittlerweile sogar Weltruhm erlangt.

Bayerischer Wein = Fränkischer Wein?


Mit einem Blick auf die Verteilung der Weinanbaugebiete in Bayern wird schnell klar: Die fränkischen Weine beherrschen den bayerischen Weinmarkt. Während Franken die Nase mit 6.237 Hektar Anbaugebiet ganz klar vorn hat, liegen die beiden anderen ein gutes Stück dahinter – der bayerische Bodensee belegt mit 68 Hektar den zweiten Platz der bayerischen Anbaugebiete und das Landweingebiet Regensburg mit kleinen, aber feinen sechs Hektar den dritten Platz. Generell machen die bestockten Anbauflächen in Bayern rund sechs Prozent der Weinanbaufläche in ganz Deutschland aus, davon haben sich 81 Prozent der Winzer auf das Anbauen von Weißwein spezialisiert und 19 Prozent auf Rotwein. Besonders beliebte Sorten unter den Weißweinen sind der Müller-Thurgau – der weltweit als die erfolgreichste Weißweinneuzüchtung gilt – und der Silvaner. Unter den Rotweinen machen der Spätburgunder sowie der Domina das Rennen um die beliebtesten Sorten.

Die fränkische Qualitätspyramide


Franken ist berühmt für seine große Vielfalt an guten Weinsorten. Generell lassen sich seine Weine aber in drei klar strukturierte Kategorien aufteilen: Neues Franken, Klassisches Franken und Großes Franken. Das „Neue Franken“ zeichnet sich vor allem durch seine unkomplizierten, fruchtig frischen Weine aus, die Spaß machen. Mit den Weinen des Klassischen Frankens hingegen lernen Sie Franken so richtig kennen. Die besondere Vielfalt der Rebsorten findet ihren Niederschlag im berühmten grünen Bocksbeutel, dem Markenzeichen qualitativ hochwertiger Weine aus fränkischem Anbaugebiet. Last but not least: Die Crème de la Crème der fränkischen Weine sind unter der Rubrik Großes Franken zu finden. Die Qualitätsansprüche der Winzer sind in hier extrem hoch, weswegen diese Schätze auch nicht überall zu finden sind.

Die Fränkische Elite

Natürlich lassen es sich die Franken nicht nehmen, die Qualität ihrer Weine zu zelebrieren. Seit 13 Jahren bereits werden jährlich die besten Frankenweine mit dem fränkischen Wein-Oskar prämiert. Die Voraussetzung einer Nominierung für das begehrte „Best of Gold“-Qualitätssiegel besteht darin, bei der Fränkischen Weinprämierung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet worden zu sein. Auch mit einer Empfehlung aus Fachkreisen können sich Teilnehmer aufstellen lassen. Eine Jury aus namenhaften Weinfachleuten, Sommeliers und Gastronomen entscheidet dann nach kritischer Weinprüfung, wer sich mit dem begehrten Siegel schmücken darf. Neben den Nominierten, Siegern und Juroren darf bei dem großen Event eine ganz bestimmte Person nicht fehlen: die Fränkische Weinkönigin. Sie besucht als Repräsentantin der fränkischen Winzer während ihrer einjährigen Amtszeit rund 400 Veranstaltungen und lernt vom Starwinzer über den Spitzenpolitiker bis hin zum Leistungssportler viele interessante Menschen, fremde (Wein-)Länder und verschiedene Kulturen kennen.

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