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Von New York bis Ho Chi Minh Stadt – Bayerns Präsenz auf der ganzen Welt

Bereits seit dem 17. Jahrhundert schafft es Bayern, seine Interessen weltweit zu vertreten. Damals pflegten noch blaublütige Regenten Beziehungen mit Königshäusern anderer Länder und Staaten.

Über die Jahre und trotz politischer Höhen und Tiefen hat sich wenig verändert. Bayern erkannte besser als jedes andere Bundesland die zentrale Bedeutung diplomatischer Beziehungen und wie wichtig es ist, miteinander im Gespräch zu bleiben. Das Ziel war und ist es auch heute noch, Ideen und Interessen mit anderen Regierungen auszutauschen und bayerische Staatsbürger zu unterstützen, wenn sie eine Expansion ins Ausland wagen.

Heute gibt es nur noch einen Kontinent, der – noch – keine bayrische Repräsentanz hat: Australien. Über die Jahre hat Bayern weltweit mehr als 20 Repräsentanzen aufgebaut, darunter an so exotischen Orten wie Vietnams Ho Chi Minh Stadt. Ein Ende ist jedoch nicht in Sicht. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner richtet regelmäßig Abendveranstaltungen aus, um Unternehmen, Hauptakteure und Kammern zu verbinden. Größere bayerische Städte organisieren mittlerweile ihre eigenen Delegationen. Die Botschaft ist: Networking – sprich Menschen zusammen zu bringen und Geschäftsbeziehungen anzubahnen – ist essentiell. So können die heimische Wirtschaft gefördert und Bayern auf dem Weg ins Ausland unterstützt werden.

Bayerns Repräsentanzen werden in erster Linie vom Bayrischen Wirtschaftsministerium geleitet. Nur die vier Vertretungen in Quebec, Prag, Berlin und Brüssel gehören zur Bayrischen Staatskanzlei. Sie alle haben eine Sache gemein: die Büros sind an erstklassigen Adressen gelegen, um  Bayerns Spitzenleistung an ausländischen Standorten widerzuspiegeln. Wie kann also der Erfolg dieser Repräsentanzen gemessen werden? Reine Zahlen sind hier wenig hilfreich. Die Standorte dienen als erste Ansprechpartner und als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Verbänden und politischen Interessen. Die Hauptaufgabe der Büros von "Invest in Bavaria" in den USA, Japan und Indien liegt darin, ausländische Direktinvestitionen in Deutschlands größtes Bundesland zu bringen. Aber die Notwendigkeit der Vertretungen im Ausland ist unbestritten. Aufgrund der hohen Nachfrage eröffnete zum Beispiel gerade ein zweites Büro in China.

Und obwohl andere deutsche Bundesländer ebenfalls eigene Niederlassungen in anderen Ländern aufbauten, nimmt keine Region eine so herausragende Rolle wie Bayern ein. Tatsächlich sind Pläne in Arbeit, bereits bestehende Repräsentanzen in der Golfregion auszubauen.