Tagung der bayerischen Auslandsrepräsentanten: Bayern goes global

Der Erfolg der bayerischen Wirtschaft hängt nicht zuletzt davon ab, wie der Freistaat im Ausland agiert: Kontakte knüpfen, Chancen erkennen und Investoren nach Bayern bringen – das ist die Aufgabe der bayerischen Auslandsrepräsentanten. Vom 12. bis zum 15. März tauschte sich das bayerische Wirtschaftsministerium in München mit seinen Entsandten über Zukunftsthemen und Innovationspotenziale in aller Welt und in der Heimat aus.

Auslandrepräsentanten des Freistaats Bayern mit Herrn Staatsminister Hubert Aiwanger, Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie

Die Globalisierung bringt es mit sich, dass sich der wirtschaftliche Erfolg eines Landes heute nicht mehr nur in der Heimat entscheidet. Standing und Kontakte im Ausland sind mindestens ebenso wichtig: denn Talente, Partner, Märkte, Investoren – all diese Faktoren findet man heute ebenso oft Tausende Kilometer entfernt vom Herkunftsort, wie Unternehmen, die in Deutschland neue Märkte erschließen wollen und so die hiesige Wirtschaft bereichern. Deshalb ist es wichtiger denn je, auf der ganzen Welt gut vernetzt zu sein.
 

Bayern gelingt dies dank seines Netzwerks der Auslandsrepräsentanten ausgezeichnet. Die dahinterstehende Idee hat Tradition: Schon vor rund 400 Jahren vertraten Gesandte Bayern im angrenzenden Ausland. Eine Zäsur gab es nur im Zeitraum zwischen 1919 und den 1980er-Jahren. Seither hat Bayern das Netzwerk mit Nachdruck reaktiviert und stetig erweitert: Tokio, Südafrika, Russland, USA, China, Brasilien, Mexiko, Indien, Türkei – die Liste der Repräsentanzen ist mittlerweile wieder lang und internationaler denn je.


Entsprechend viele weit gereiste Gäste gaben sich bei der Tagung der Auslandsrepräsentanten, die vom 12. bis zum 15. März in München stattfand, die Ehre. Ausrichter der Veranstaltung war das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Wie ernst es Bayern mit seiner wirtschaftlichen Repräsentanz im Ausland nimmt, verdeutlichte die Anwesenheit von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Staatssekretär Roland Weigert. Auch sie diskutierten angeregt über kommende handelspolitische Herausforderungen sowie drängende Innovationspotenziale in den Bereichen KI und Digitalisierung mit. Zudem stand die Unterstützung ausländischer Unternehmen bei ihrem Schritt nach Bayern im Mittelpunkt: Bedürfnisse, Branchenschwerpunkte, Chancen – alle diese Aspekte müssen die Auslandsrepräsentanten genau kennen, um in ihren Ländern individuell abgestimmt unterstützen zu können.


Denn ihr Ziel ist es, Bayern gerade in dieser Hinsicht im Ausland zu positionieren und zu vermarkten. Andererseits erhalten mit Bayern International aber auch bayerische – oder ausländische, aber in Bayern angesiedelte – Unternehmen Hilfe dabei, auf den internationalen Märkten Fuß zu fassen: „Unsere Bayerischen Auslandsrepräsentanzen unterstützen Unternehmen als deutschsprachige Ansprechpartner vor Ort bei der Erschließung neuer Exportmärkte. Zudem knüpfen sie Kontakte zu potentiellen Investoren und betreuen sie zusammen mit Invest in Bavaria“, erläutert Hubert Aiwanger. Die Auslandsrepräsentanten sind für interessierte Unternehmen somit der verlängerte Arm des Freistaates – als Entsandte des Wirtschaftsministeriums stärken sie aber auch die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen. Damit Bayern auch in Zukunft global einen bleibenden Eindruck hinterlässt und wirtschaftlich erfolgreich bleibt, wurden nun in München die Weichen gestellt.