Setzt Trends in der Industrie 4.0 – Elektronik und Elektrotechnik in Bayern

Ende Juni wird München wieder zum Zentrum für alle Entwicklungen und Innovationen rund um das Thema Elektrotechnik, denn vom 21. bis zum 24. Juni findet die zweijährliche Messe Automatica statt. Die Messe ist führende Veranstaltung für alle Aspekte rund um Automatisierung und Mechatronik. Ob es darum geht, Produktionsprozesse weiter zu optimieren, Kosten zu reduzieren oder die Qualität der Produktion zu erhöhen: Die Automatica steht damit stellvertretend für einen florierenden bayerischen Wirtschaftszweig.

Auf der Messe finden Besucher das weltweit größte Angebot an Robotik sowie moderner Montage- und Handhabungstechnik. Und auch in diesem Jahr wird dem wachsenden Trend Service-Robotik wieder ein komplett eigener Messebereich gewidmet. Mit ihrem breiten Portfolio ist die Automatica ein Spiegel der gut aufgestellten Wirtschaftszweige in Bayern. So erwirtschafteten Unternehmen im Freistaat 2014 mehr als 25 Milliarden Euro Umsatz, das entspricht fast 40 Prozent des gesamtdeutschen Industrieumsatzes – Tendenz steigend. Unternehmen aus den unterschiedlichsten Bereichen treiben die Innovationen der Elektrotechnik- und Elektronikbranche unablässig voran, seien es Global Player wie Infineon Technologies im Bereich Leistungshalbleiter oder Bosch, Continental und Liebherr in der Fahrzeugelektronik. Auch lokale Beispiele zeigen, wie der Trend zur Vernetzung und das wachsende Interesse nach effizienter Ressourcennutzung Erfolgsgeschichten schreibt; so beispielsweise beim Leiterplattenhersteller Rogers Germany (ehemals curamik electronics) in Eschenbach (Oberpfalz). In Nordbayern schlossen sich darüber hinaus 2004 Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich Automatisierungstechnik zusammen mit dem Ziel menschengerechte, sichere und umweltverträgliche Automatisierungslösungen voranzubringen. Erfahren Sie mehr hierzu in unserem Blogeintrag über das Automation Valley Nordbayern.

Enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

Der Erfolg der bayerischen Unternehmen beruht nicht nur auf ihrer Innovationskraft, sondern zu einem guten Teil auf den Voraussetzungen, die der Freistaat für die Elektronikbranche schafft. So widmen sich insgesamt fünf bayerische Universitäten und 14 Fachhochschulen der Ausbildung talentierter Nachwuchskräfte, nach denen in den Unternehmen große Nachfrage besteht. Aber nicht nur das: Auch in der Forschung und Entwicklung leisten die bayerischen Hochschulen Großes und arbeiten dafür eng mit der hiesigen Wirtschaft zusammen. Ergänzend dazu stellen verschiedene Anbieter ein breites Weiterbildungsangebot, das den Erfindungsreichtum der Branche weiter befördert. Dazu zählen beispielweise das Ostbayerische Technologie-Transfer-Institut OTTI oder Bayern Innovativ.

Daneben vernetzt sich die Branche in den verschiedenen bayerischen Clustern Leistungselektronik, Mechatronik und Automation, Sensorik sowie Mikrosystemtechnik. Die Cluster verschreiben sich der Aufgabe, Wirtschaft und Wissenschaft zum beiderseitigen Nutzen zu vernetzen und bayerische Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte zu unterstützen. Damit erhalten nicht nur etablierte Unternehmen wertvollen Support, auch Gründer kommen in den Genuss diverser Fördermöglichkeiten – seien es Kontakte zu großen Unternehmen und Investoren oder Finanzspritzen zur Umsetzung ihrer Ideen.

Chance für Start-ups

Eine weitere Möglichkeit für Gründer, ihre Ideen voranzubringen, bietet dieses Jahr die electronica, die vom 08. bis zum 11. November in München stattfindet. Auf der Weltleitmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Elektronik bekommen Start-ups die Chance, ihre Produkte oder Dienstleistungen auf einer gesonderten Ausstellungsfläche zu präsentieren. Darüber hinaus winken dem Gewinner des electronica Fast Forward Start-up Award eine Marketing-Kampagne sowie ein eigener Stand auf der nächsten electronica in zwei Jahren als Preis. Bis zum 15. Juli läuft die Bewerbungsfrist.

Die gesamte Branche profitiert von der immer weiter voranschreitenden Digitalisierung und ist maßgeblich an den Fortschritten rund um das Thema Industrie 4.0 beteiligt. Wenn Sie noch mehr dazu erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen Folge 2 unseres #bytevaria talks mit Dr. Carlos Härtel von GE oder unsere Infografik zum Thema.