Sambaco – Samba-Festival in Coburg

Ähnlichkeiten zwischen dem traditionsreichen Bundesland Bayern und dem exotischen Land Brasilien? Auf den ersten Blick mag das nur der selbe Anfangsbuchstabe „B“ sein. Allerdings stehen wir den Südamerikanern viel näher, als den meisten wohl bewusst ist, denn Coburg veranstaltet bereits seit 1992 jedes Jahr das größte Samba-Festival außerhalb Brasiliens.

Impressionen aus dem letzten Jahr

Ein Stück exotische Kultur in Bayern


Am zweiten Juli-Wochenende geht es in Coburg jedes Jahr hoch her. Das Internationale Samba-Festival  findet 2017 vom 14. bis zum 16. Juli statt und feiert dieses Jahr sein 26. Jubiläum. In den vergangen Jahren hat das Festival bereits einige Preise abgestaubt. 2011 wurde es vom Bayrischen Wirtschaftsministerium mit dem „Exportpreis Bayern“ ausgezeichnet, 2014 wurde dem Festival die Auszeichnung „Bestes Samba-Event außerhalb Brasiliens“ verliehen. Natürlich kommen diese Preise nicht von ungefähr. Jedes Jahr gibt sich Coburg jede erdenkliche Mühe, so viel brasilianisches Flair in die Stadt zu zaubern wie nur möglich. Allein in diesem Jahr treten 3.000 Künstler aus aller Welt auf den insgesamt elf Bühnen auf, die sich in und rund um Coburg verteilen. Neben den zahlreichen Show-Acts ist natürlich auch in ausreichender Menge für das leibliche Wohl gesorgt. Von Coburger Bratwürsten bis hin zur brasilianischen Feijoada wird den 200.000 internationalen Besuchern so einiges geboten.

Brasilianische Lebensart zum Mitmachen


Neben Musik und Kulinarik wird dem Publikum die brasilianische Kultur auch auf die ein oder andere Art und Weise nähergebracht. Wer Lust hat, seine Hüften schwingen zu lassen, kann am Tanzwettbewerb „Pitú Rainha de Bateria 2017“ im Kongresshaus Coburg oder an verschiedenen Tanz- und Capoeira-Workshops teilnehmen. Neben allerlei Workshops gibt es auf dem Festival auch einen Schönheitswettbewerb, auf dem sich eine glückliche Dame sogar zur „Miss Coburg Cabana“ küren lassen kann. Die ist allerdings nicht der einzige VIP auf dem diesjährigen Festival. Neben der amtierenden Samba-Königin und dem amtierenden Samba-König wird die ganze „erste Reihe“ mit den Prinzessinnen vom Karneval in Rio dabei sein.

Übernachtungs- und Mitfahrmöglichkeiten


Für alle die rund um die Uhr beim großen Spektakel dabei sein wollen, gibt es – wie bei einem Festival eben üblich, einen Zeltplatz, auf dem Besucher gegen Gebühr Zelte aufstellen können. Auch Parkplätze für Wohnmobile stehen zur Verfügung. Gegen einen weiteren Aufpreis kann vor Ort sogar ein Frühstücksbuffet in der Vereinsgaststätte gebucht werden. Sollte es Festival-Besucher geben, die trotz alledem zu später Stunde noch heimfahren möchten, gibt es einen Samba-Nachtexpress, der einen für wenig Geld von Coburg bis nach Sonneberg, Lichtenfels, Hildburghausen oder nach Kronach fährt.

Spaß-, Image- & Wirtschaftsfaktor


Neben dem riesen Spaßfaktor ist das Festival außerdem ein großer Image- und Wirtschaftsfaktor für Coburg. Alleine am Samba-Wochenende fließen rund 4,5 Millionen Euro zusätzlich in die Stadtkasse, von denen vor allem Hotels, Gastronomen sowie Standbetreiber profitieren. Vor allem aber profitiert das Festival von der reichen Kultur und Diversität, die an diesem Wochenende alljährlich zusammenkommt.