Mit 463 km/h ins Ziel: Das Team der TU München gewinnt erneut die SpaceX Hyperloop Competition

Eine Vakuumröhre, ein Prototyp, eine Gruppe aufgeregter Studenten der Technischen Universität München – das konnten die Zuschauer der SpaceX Hyperloop POD Competition auf der Teststrecke bei Los Angeles erleben. Schon zum vierten Mal in Folge konnte das Team der TU München mit ihrem POD-Prototypen den internationalen Hochgeschwindigkeitswettbewerb klar für sich entscheiden – und das 200 km/h schneller als die Konkurrenz!

Damit beweisen die Weltmeister im Hyperloopen nach dem Erfolg im letzten Jahr einmal mehr, dass der Standort Bayern und besonders seine klugen Köpfe über die maximale technische Kompetenz verfügen, um weltweit an der Spitze zu stehen. Die Hyperloop Challenge existiert seit 2016 und wurde vom SpaceX-Gründer Elon Musk ins Leben gerufen. Seine Vision: Menschen in Kapseln, sogenannten PODs, mit einer Maximalgeschwindigkeit von rund 1200 Stundenkilometern schnell und sicher durch eine Vakuum-Röhrensystem von A nach B bringen. Zum Vergleich: Die Schallgeschwindigkeit beträgt etwa 1236 km/h. 


Der Hochleistungsprototyp aus Bayern


Der Prototyp für die Hochgeschwindigkeitsbahn bei Los Angeles wurde komplett vom Team der TU München entwickelt und gebaut. Dabei erhielten sie umfassende Unterstützung von namhaften bayerischen Unternehmen im Bereich der Elektro- und Motortechnik, wie zum Beispiel Infineon. Durch die 288 verbauten Leistungshalbleiter entstehen rasant wechselnde Magnetfelder, die acht Elektromotoren antreiben. Die PODs bewegen sich im luftleeren Raum energiesparender als herkömmliche Fahrzeuge: Die Magnetschwebetechnik trifft im Vakuum nicht auf Luftwiderstand. 

Das TUM-Team verstand es schon seit den Anfängen des Hyperloop Contests gekonnt die einzelnen technischen Komponenten zu verbinden und zum Sieg zu fahren. Einige technische Details des aktuellen Prototypen sind:
•    Topspeed: 463 km/h
•    Motorleistung: 240 KW
•    Bremsweg: 137 m 
•    Gewicht: 70 kg 


Mobilität im Fokus


Der Wettbewerb hat ein ganz klares Ziel vor Augen: Die Mobilität der Zukunft voranbringen und die Hyperloop Technologie stetig weiterzuentwickeln. So soll es bei der Competition nächstes Jahr eine zehn Kilometer lange Teststrecke samt Kurve geben, wie Hyperloop-Initiator Elon Musk twitterte. 

Und auch bei den Prototypen steht die Weiterentwicklung im Fokus: „Der Pod ist sozusagen das Ergebnis einer vierjährigen Evolution. Wir haben jedes Jahr dazugelernt und diese Erkenntnisse umgesetzt. Auch wenn wir den Weltrekord nicht knacken konnten, den vierten Sieg im vierten Rennen erzielt zu haben, das ist unglaublich. Wir sind überglücklich“, sagt TUM Hyperloop Teamleiter Toni Jukic. Neben dem TUM-Team traten dieses Jahr weitere 21 Studentengruppen aus der ganzen Welt an, etwa aus den Niederlanden, der Schweiz, Spanien oder den USA. Das Team der TU München trägt mit seiner Erfahrung dazu bei, Bayern an die Spitze der Hyperloop-Entwicklungen zu setzen – ein Erfolg, an den es sich anzuknüpfen lohnt!