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MINT-Initiativen und digitale Bildung: Nachhaltige Investition in qualifizierten Nachwuchs

Wer ein Start-up oder eine Firmenniederlassung aufbaut, braucht vor allem eines: das richtige Personal. Deshalb gehört der Zugang zu gut ausgebildeten Fachkräften zu den wichtigsten Kriterien bei der Standortwahl. Um diese wertvolle Ressource langfristig zu sichern, unternimmt der Freistaat Bayern im Rahmen der bundesweiten MINT-Initiative und durch massive Investitionen in die digitale Bildung besondere Anstrengungen.

Studenten erstellen einen Prototypen mit Hilfe eines 3D-Druckers

Bayern zählt in Wissenschaft, Forschung und Technologie weltweit zu den führenden Standorten. Um diese Position zu behaupten und weiter auszubauen, engagiert sich der Freistaat in der möglichst frühzeitigen Förderung qualifizierter Fachkräfte – besonders in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Denn gerade diese Qualifikationen sind für viele Zukunftstechnologien unabdingbar. Das gilt für den akademischen Bereich genauso wie für die berufliche Bildung. Um möglichst viele Menschen von der Kita bis zur Hochschule für MINT-Fächer zu gewinnen, gibt es in Bayern eine große Zahl von Projekten und Initiativen.

Das Förderprogramm „MINT-Förderung in der Region – MINT-Region Bayern“ unterstützt die Bildung regionaler MINT-Netzwerke. Ziel ist es, junge Menschen bis zum Arbeitseintritt nach einem möglichen Studium für die Fachbereiche zu begeistern und ihnen vor allem die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, damit sie ihren Interessen ungehindert nachgehen können.

MINT-Förderung in allen bayerischen Regionen


Dabei soll sich die MINT-Förderung nicht nur auf einzelne Ballungszentren konzentrieren, sondern flächendeckend auf alle bayerischen Regionen ausgeweitet werden. So soll der Nachwuchs an geeigneten Fachkräften bayernweit gesichert werden. 17 MINT-Regionen sind derzeit für den Freistaat definiert:


Die MINT-Allianz Bayern hilft neuen Netzwerken beim Aufbau und begleitet die Regionen fachlich. Auch wenn sich die Netzwerkstrukturen im Einzelnen unterscheiden, verfolgen doch alle Regionen die gleichen Ziele. Immer geht es um

  • den Zusammenschluss und die aktive Mitarbeit relevanter Institutionen, Akteure und Anbieter
  • langfristig angelegte, nachhaltige Netzwerkstrukturen
  • die Definition gemeinsamer Ziele für eine durchgängige MINT-Bildungskette
  • die zentrale Koordination aller abgeleiteten Maßnahmen.
Schüler beim Programmieren eines Roboters

Die MINT-Allianz Bayern baut MINT-Regionen auf und begleitet die Regionen fachlich: den MINT-Regionen wird die Möglichkeit zum Austausch und zur strategischen und inhaltlichen Weiterentwicklung geboten. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche an der Bildungskette entlang für MINT zu begeistern MINT-Förderung für alle Bildungsabschlüsse.

Während die bayerischen MINT-Regionen die generelle Förderung des Themas in allen Alters- und Bildungsstufen verfolgen, sorgen zusätzliche Initiativen für die gezielte Unterstützung bestimmter Bildungsbereiche.

So fördert MINT21 beispielsweise den Unterricht an bayerischen Realschulen mit besonderer Berücksichtigung der Förderung von Schülerinnen.

Das Programm MINT-Excellence (MINT-EC) wiederum will herausragende bayerische Gymnasien in das bundesweite MINT-EC-Netzwerk einbinden, in dem Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) kooperieren. Über die Mitgliedschaft erhalten die teilnehmenden Schulen Zugang zu Netzwerkpartnern und Fördermaßnahmen, die die fachliche Vertiefung und praktische Anwendungen von MINT-Know-how verbinden, vor allem im Hinblick auf die künftige Studienwahl und Berufsorientierung. MINT-EC bietet ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen und fachlichen Austausch für Lehrkräfte und Schulleitungen. Derzeit sind 52 bayerische Schulen Teil des nationalen Excellence-Netzwerks MINT-EC.

Bei der Initiative MINTerAKTIV geht es dagegen um den Übergang zwischen Schule und Hochschule und um Maßnahmen, die die Attraktivität des MINT-Studiums steigern und ein realistisches Bild der fachlichen Anforderungen und des Studienalltags vermitteln. Zu Beginn des Studiums sollen Leistung und Motivation der Studierenden durch Brückenkurse, Tutorien, Lerngruppen und Mentoring gezielt gesteigert werden. Auch hier steht die Stärkung der Regionen im Mittelpunkt. So werden seit Herbst 2016 bayernweit 14 Projekte gefördert, vier an Universitäten und zehn an Hochschulen für angewandte Wissenschaften.

 

Stärkung der digitalen Bildung in Bayern


Im Rahmen des Masterplans BAYERN DIGITAL II und mit dem Bildungspaket „Für Bildung begeistern! Fördern, Fordern, Forschen“ plant die bayerische Staatsregierung über ihre MINT Initiativen hinaus massive Investitionen in die digitale Bildung. So sollen z. B. durch den Ausbau des Informatikunterrichts an weiterführenden Schulen die Weichen für die digitale Zukunft im Freistaat rechtzeitig gestellt werden, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen.

Mit all diesen Initiativen und massiven Investitionen unternimmt der Freistaat große Anstrengungen, um den Zugang zu hochqualifiziertem Personal nachhaltig zu sichern. Auf diese Weise unterstützt Bayern Unternehmen dabei, geeignete Fachkräfte mit den richtigen Ausbildungen und Qualifikationen zu finden.