Kooperationen zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen – ein Erfolgsmodell in Bayern

Wenn es um die erfolgreiche Entwicklung von Cross-Industry-Innovationen geht, sind Kooperationen zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen in Bayern gewissermaßen das nicht mehr so ganz geheime Geheimrezept. Zahlreiche Messen und Networking-Events befördern solche Zusammenschlüsse – auch zwischen erfolgreichen, alteingesessenen Unternehmen. Alle Akteure profitieren in der Regel langfristig: Innovationskraft aus der Start-up-Szene trifft auf fachspezifisches Know-How, das sich über Jahre gefestigt hat. Und das weit über reine Digitalisierungsthemen hinaus.

Welche Kooperationsarten gibt es? Welche Chancen bieten sich im Freistaat? Welche Unterstützungen bekommen Start-ups und etablierte Unternehmen, wenn sie sich auf eine Kooperation einlassen? Das alles erfahren Sie in diesem Blogartikel. 

Bayerische Start-ups als Innovationstreiber: Die Vorteile einer Kooperation für etablierte Unternehmen
 

Start-ups und junge Unternehmen sind ganz klare Innovationstreiber. Aus einer Idee eine neue Lösung auf den Weg zu bringen, ist deren täglich Brot. Ein Antrieb, von dem vor allem etablierte Unternehmen profitieren können: Mit einer Kooperation ziehen neben frischen Ideen oft auch neue Technologien und ein anderer Blickwinkel ein. Gemeinsam zukünftige Herausforderungen meistern, das ist gerade in Bayern ein wichtiger Fokuspunkt. Sichtbar wurde das jüngst in der Krise anhand des Start-up Shield Bayern, das unter anderem darauf abzielt die unternehmerische Vielfalt im Freistaat zu schützen. 
 

Branchenübergreifend haben Kooperationen einen hohen Stellenwert in Bayern. Sie stärken den Wirtschaftsstandort nachhaltig und schaffen Synergieeffekte mit Mehrwert für alle Beteiligten. Nicht umsonst zählt die Start-up Szene in München zu einer der besten in Deutschland. 
 

Gemeinsam wachsen in Bayern
 

Egal ob großer Konzern oder mittelgroßes, am Markt fest etabliertes Unternehmen, in Bayern besteht eine feste Vernetzung innerhalb der unterschiedlichen Branchen, Forschungseinrichtungen sowie zwischen bestehenden Unternehmen. Dieses Netzwerk können sich Start-ups durch Kooperationen auf Augenhöhe zu Nutze machen. Auch wenn es darum geht, etablierte Märkte mit (disruptiven) Innovationen zu erobern, sind bestehende Prozesse sowie Betriebs- und Infrastrukturen mitunter wichtig, um Lösungen der Zukunft voranzutreiben. Zudem profitieren Start-ups von der langjährigen Erfahrung und Branchenkenntnis ihrer etablierten Kooperationsunternehmen.

 

Verschiedene Kooperationsarten für Unternehmen im Überblick
 

Grundsätzlich gibt es in Bayern ganz unterschiedliche Möglichkeiten, Partnerschaften einzugehen. So gibt es beispielsweise ein großes Netzwerk an Acceleratoren in Bayern. Dort haben Start-ups die Möglichkeit direkt mit etablierten Unternehmen in Kontakt zu treten und Kooperationen einzugehen. Außerdem gibt es noch diese Möglichkeiten:
 

  • Direct Sourcing: Dabei wird ein Start-up direkt für ein Projekt beauftragt.
  • Internal Innovation Units: Ein Start-up formt eine interne Innovationsabteilung innerhalb eines bestehenden Unternehmens.
  • Corporate Incubator: Meist von Firmen selbst aufgebaut, um Innovationen in ihrer Branche voranzutreiben. Bayerische Beispiele sind unter anderem die BMW Start-up Garage oder das ESA Business Incubator Centre Bavaria
  • External Subsidiary: Eine Tochterfirma eines großen Konzerns sucht sich einen Kooperationspartner, meist ein Start-up, dessen Idee dann an das Mutterunternehmen angepasst wird.
  • Entrepreneurial Co-Creation Modell: Neue Marktsegmente eines bestehenden Unternehmens werden mit Hilfe eines „Beirats für Mitgestaltung“, der sich aus internen Entwicklern, Vorstandsmitgliedern und externen Unternehmen zusammensetzt, entwickelt und umgesetzt.


Die richtige Kooperationsform für Ihr Unternehmen finden
 

In Bayern gibt es also zahlreiche Möglichkeiten eine Kooperation zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen einzugehen – bleibt noch die Frage, wie Sie die passende Form für sich finden. Egal ob Gründer, Jungunternehmer oder Global Player, diese Fragen sind für Beteiligte meist von großer Bedeutung:
 

  • Welche Ziele sollen erreicht werden? Für welches Problem benötigen Sie eine Lösung?
  • Welche Zugänge erhalten Sie durch die Kooperation?
  • Welche Rahmenbedingungen müssen gewahrt, welche neu geschaffen werden?
     

Mit den Antworten auf diese Fragen lässt sich bereits im Vorfeld abstecken, welche Erwartungen auf beiden Seiten bestehen. Danach kann die passende Kooperationsform gefunden werden.