Know-how-Transfer: Innovationsschub für KMU.

Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft – renommierte Forschungsinstitute in Deutschland genießen weltweites Ansehen und sind begehrte Anknüpfungspunkte gerade für ausländische Investoren.

Know-how-Transfer: Innovationsschub für KMU.

Am Beispiel Fraunhofer zeigt sich, wie wertvoll die angewandte Forschung als Dienstleistung für Unternehmen ist: Gestartet als kleiner Verein, hat sich die Fraunhofer Gesellschaft zur führenden Organisation für angewandte Forschung in Europa entwickelt. Sie finanziert sich heute deutschlandweit zu mehr als einem Drittel über Projektaufträge aus der Wirtschaft. Mit über 22.000 Mitarbeitern zählt Fraunhofer zu den Top-Ten der Forschungseinrichtungen in Europa.

Lebendige Forschungslandschaft in Bayern
Von den 66 Instituten und selbständigen Forschungseinrichtungen liegen knapp  die Hälfte in Bayern, darunter 8 Institute und 21 selbständige Forschungs-Einrichtungen und Projektgruppen. Staatliche Förderprogramme geben Impulse in ausgewählten Themenfeldern und Regionen. So hat die bayrische Regierung 2006 den Startschuss zu PRINZ gegeben – dem PRozessINnovationsZentrum und gleichzeitig erstem Fraunhofer-Engagement in Oberfranken. Dieses Angebot wird in der gesamten Region intensiv genutzt. Bereits über 80 Forschungs- und Entwicklungsprojekte konnten in den ersten 6 Jahren realisiert werden, in enger Kooperation zwischen Industrie, Hochschulen und der Fraunhofer-Gesellschaft. Dabei liegen die marktüblich kalkulierten Forschungs-Dienstleistungen klar unter dem vergleichbaren Forschungs- und Entwicklungs-Aufwand, der auf Unternehmensseite entstehen würde.

Investoren profitieren vom Know-how-Transfer
Viele durch Invest in Bavaria angesiedelte Unternehmen stärken durch Forschungskooperationen mit Fraunhofer ihre Innovationskraft. So führte NTT Docomo Euro-Labs München, eine Niederlassung des größten japanischen Mobilfunkunternehmens, im Februar 2013 die innovative Videokompressionstechnologie HEVC (high efficiency video coding) ein. Dieser Standard entstand in Zusammenarbeit mit Fraunhofer und ermöglicht eine gesteigerte Bildqualität, bei gleichzeitig geringerem Datenvolumen und dadurch minimierter Netzwerkbelastung. Auch Huawei, ein chinesischer IT- und Telekommunikationsausrüster, hat am Standort München ein neues Zentrum für Forschung und Entwicklung eingerichtet.

Enger Pakt zwischen Forschung und Industrie
Für die internationale Hightech-Industrie ist der enge Pakt, den Bayern zwischen Forschung und Industrie schließt, ein wichtiger Standortfaktor. Ein offener Dialog schafft die Basis. Bis zur Unterzeichnung einer Forschungs- und Entwicklungs-Vereinbarung werden Unternehmen kostenlos und unverbindlich beraten, bei größeren Projektideen sorgen Technologietage für intensiven Austausch. Hier können Forschungsexperten und interessierte Unternehmen gemeinsame Ansatzpunkte in bestimmten Themenfeldern ausloten. Die mittelstandsorientierte Eigenforschung (MEF) schafft zusätzliche Unterstützung bei Aktivitäten in KMU-relevanten Arbeitsgebieten. Zudem bietet die Fraunhofer Academy exzellente Weiterbildung für Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft. Das alles stärkt die Innovationsfreude von Bayerns Unternehmen.