Intersolar: Impulse für die Solarwirtschaft

Anfang Juni ist Bayern wieder der Mittelpunkt der internationalen Solarbranche. Die Intersolar von 4. bis 6. Juni mit der vorgeschalteten Konferenz von 2. bis 4. Juni ist die weltweit größte Fachmesse für die Solarwirtschaft und ihre Partner. Nach über 1.200 Ausstellern aus aller Welt und rund 47.000 Fachbesuchern im Vorjahr rechnet die Messe auch 2014 mit wegweisenden Impulsen für die gesamte Branche.

Intersolar: Impulse für die Solarwirtschaft
Intersolar München - Neusete Technologien erleben | © Solar Promotion GmbH

Die weltweit installierte Photovoltaikleistung lag Ende 2013 bei rund 140 Gigawattpeak (GWP). Deutschland stellt bisher den größten Anteil, der Zubau an Solarstromanlagen war 2013 jedoch erstmals geringer als in den Vorjahren, was auf die Reduzierungen der Einspeisevergütungen zurückzuführen ist. Der Weltmarkt wächst weiterhin zweistellig, mit Steigerungsraten zwischen 20 und 80 Prozent, je nach solarer Einstrahlung und Förderpolitik.

Starke Akzente durch Partnermesse & Awards
Parallel zur Intersolar findet die Internationale Fachmesse für Batterien, Energiespeicher und innovative Fertigung statt, die electrical energy storage (ees). Sie ist der Branchentreff für Ausrüster, Hersteller, Händler und Anwender von stationären und mobilen elektrischen Energiespeicherlösungen. Um die Innovationskraft der Branche zu fördern, verleihen die Veranstalter der Intersolar mit Unterstützung der internationalen Branchenverbände jedes Jahr den renommierten Intersolar AWARD. Zusätzlich wird 2014 das erste Mal der electrical energy storage (ees) AWARD ausgelobt. Dieser prämiert herausragende Produkte und Lösungen im Bereich Materialien, Fertigung, Systemtechnik, Anwendungen, Zweitverwertung sowie im Recycling.

Solarstromspeicher auf dem Vormarsch
Weil der Eigenverbrauch des Solarstroms aufgrund der sinkenden Einspeisevergütungen für Anlagenbetreiber einen immer höheren Stellenwert einnimmt, rücken Solarstromspeicher verstärkt ins Blickfeld. Mithilfe eines Batteriespeichers kann Solarstrom immer dann verbraucht werden, wenn er benötigt wird. Seit Mai 2013 übernimmt der Bund einen Teil der Anschaffungskosten. So wurden bis heute rund 4.000 Solarstromspeicher installiert und die Nachfrage steigt. „Immer mehr Menschen machen sich durch eine clevere Investition in ein Photovoltaik-Speicher-System unabhängiger von fossilen Energieträgern und bringen mit ihren Investitionen die Energiewende voran“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des BSW-Solar (Bundesverband Solarwirtschaft). Das Förderprogramm könne Tilgungszuschüsse für mehr als die doppelte Menge an Batteriespeichern pro Jahr ausschütten. Man erwarte daher einen deutlich höheren Mittelabruf in 2014.

Perspektiven für Bayerns Solarbranche
Innovationskraft ist mehr denn je der Schlüsselfaktor für internationale Wettbewerbsfähigkeit – und die Sonneneinstrahlung in Bayern ist naturgemäß höher als im Bundesdurchschnitt. Zu den führenden Photovoltaikunternehmen im Freistaat zählen: Centrosolar Group AG in München, Diehls Controls in Wangen, Frankensolar in Nürnberg, meteocontrol GmbH in Augsburg, REC Solar in München (mit Hauptsitz in Oslo und Produktionsstätte in Singapur), Phoenix Solar AG in Sulzemoos bei München, Scatec Solar in Regensburg sowie Steca Elektronic GmbH in Memmingen.

Neben eigenen Ansiedlungen haben zahlreiche ausländische Investoren inzwischen in bayerische Photovoltaikhersteller und Systemanbieter investiert, um von den Wachstumschancen der Zukunft zu partizipieren. 2012 betrug der Beitrag von Solarstrom bereits 9,1 Prozent an der Bruttostromversorgung in Bayern. Gemäß dem Energiekonzept der Bayerischen Staatsregierung „Energie innovativ“ soll im Jahr 2021 die Photovoltaik mehr als 16 Prozent des Stromverbrauchs in Bayern decken, dazu ist eine installierte Gesamtleistung von etwa 14 GWP vorgesehen.