IKT-Branche & IoT Labs: Schlüsseltechnologien der Wirtschaft

Bayern ist mehr als Brauereien oder Automobilhersteller – gerade im Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie steht der Freistaat an der europäischen Spitze. Um die Digitalisierung weiter voranzutreiben, investieren viele Unternehmen in den technologischen Fortschritt. Keimzellen für diesen sind unter anderem die zahlreichen IoT Labs, die in den vergangenen Jahren im Freistaat entstanden sind.

 

Bayern als anerkannter IKT-Standort

 

Aufgrund der guten Vernetzung mit Unternehmen aus allen Anwenderindustrien entscheiden sich viele IKT-Unternehmen bei der Standortwahl für Bayern. In Zahlen ausgedrückt versammeln allein München, Augsburg und das Medical Valley EMN über 40.000 Betriebe der IKT und Medienbranche mit insgesamt circa 300.000 Angestellten. Vielfältig ist hierbei auch die Bandbreite der Unternehmen, begonnen vom Start-up über das mittelständische Unternehmen bis hin zum international agierenden Konzern.

 

Mit IoT Labs in die digitale Zukunft

 

Besonders intensiv an neuen Lösungen wird in den verschiedenen IoT Labs am Standort gearbeitet. So sind in Bayern mittlerweile bereits mehrere solcher Labs entstanden. Eines der bekanntesten Beispiele ist das weltweite IoT-Hauptquartier des Global Players IBM in Form der Watson Zentrale in den Münchner HighLight Towers. Hier soll mit der Unterstützung von Entwicklern, Designern und Forschern effektiv an der neuen Generation von vernetzten Lösungen gearbeitet werden.

Mit dem Microsoft IoT & Al Insider Lab verfügt München über eine weitere Option in unmittelbarer Nähe. Bei Letzterem wird dazu das Internet der Dinge mit der künstlichen Intelligenz kombiniert. Das Ziel ist dabei, mit einer kompetenten Community sowie gemeinsam mit Entwicklungsexperten neue digitale Produkte von Start-ups ebenso wie schon großen Unternehmen schneller auf dem Markt zu platzieren.
Die Liste der Unternehmen, die mit eigenen Labs das Internet der Dinge revolutionieren möchten, ließe sich fast beliebig lang fortführen:

 

  • Intel: Schon seit 2014 und damit als eines der ersten Unternehmen hat Intel in München sein IoT Ignition Lab aufgebaut. Gemeinsam mit dem Europa-Team entstehen im Lab Lösungen in den vertikalen Branchen Energie, Industrie und Smart Buildings.
  • Huawei: Im letzten Jahr eröffnete der chinesische Telekommunikationskonzern sein erstes europäisches Openlab in München. Ziel ist mit den Partnern vernetztes Arbeiten an Lösungen im Bereich des Internets der Dinge, der Cloud sowie für Big Data.
  • Volkswagen: Auch Volkswagen zählt zu den Münchener IoT-Pionieren und hat das erste Data Lab eines Automobilkonzerns in München bereits 2014 eröffnet. Der Grund, das Lab nicht in der Konzernzentrale Wolfsburg zu eröffnen: München ist der ideale Standort, um Branchenpartner und Start-ups aus dem Automotive-Bereich zusammenzubringen.
  • SAP: Mit Innovationen im Feld der Internet der Dinge will auch SAP Unternehmen und Behörden dabei unterstützen, von neuen Lösungen zu profitieren. Gleichzeitig soll SAP IoT auch das Partner- sowie Start-up-Netzwerk des Unternehmens fördern und ausbauen.


Und nicht nur klassische IT-Unternehmen haben den Stellenwert des Internets der Dinge erkannt. So hat beispielsweise das Beratungsunternehmen Accenture ebenfalls sein weltweit erstes IIoT Innovation Center in Garching mit Fokus auf Industrial Internet eröffnet, das innovative Lösungen im Bereich der Industrie 4.0 erarbeiten soll. Das Garchinger Modell dient außerdem als Vorlage für weitere Accenture Labs in Shanghai und Detroit.

Damit vervollständigen die IoT Labs neben der IKT-Branche auf eine durchdachte Art und Weise das ganzheitliche Bild von Bayern als Förderland der digitalen Wirtschafts-Schlüsseltechnologien.