Geschichte made in Bavaria: Bedeutende Erfindungen aus dem Freistaat

Bayerisches Know-how ist nicht erst in jüngster Zeit begehrt. Schon seit hunderten Jahren haben kluge Köpfe den Standort vorangebracht und unseren heutigen Alltag entscheidend geprägt. Wussten Sie beispielsweise, dass die Idee der tragbaren Taschenuhr im Jahr 1505 in Bayern von Peter Henlein geboren wurde?

Begleiten Sie uns auf eine kurze Reise durch einige der wichtigsten bayerischen Erfindungen der vergangenen 500 Jahre.

Lifestyle – immer einen Schritt voraus


Mindestens eine Erfindung aus Bayern dürften Sie ziemlich sicher kennen: die Bluejeans. Der Franke Löb Strauss (besser bekannt unter seinem amerikanischen Namen Levi Strauss) kreierte gemeinsam mit seinem Partner Jacob Davis Ende des 19. Jahrhunderts die heute weltweit beliebte Bluejeans. Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt bereits nach Amerika ausgewandert war, zählt die Jeans und der Stil, den sie vermittelt, noch heute als bayerisches Werk.

Bei der Verschmelzung der Themen Mode und Funktionalität konnte genau achtzig Jahre später der Firmeninhaber Adi Dassler bei leidenschaftlichen Fußballern punkten: Er kreierte die ersten Schraubstollen für Fußballschuhe – eine wahre Erfolgsgeschichte, die sich unter dem Namen Adidas bis heute fortsetzt. In der Speedfactory werden heute mittels 3D-Druck innovative und individuelle Sportschuhe gefertigt. Apropos Fußballer: Auch das Elfmeterschießen wurde in den 1970er Jahren in Oberbayern das erste Mal eingeführt. Falls Sie eher für Alpinsport zu haben sind, dürfte Sie besonders folgende bayerische Erfindung aus dem Jahr 1952 interessieren: die erste Sicherheitsbindung für Skischuhe. Diese wurde von dem Automechaniker Hannes Marker aus Garmisch-Partenkirchen entwickelt.

Mobilität – einmal von Bayern um die Welt

Neben Bluejeans, Fußballschuhen oder Skischuhsicherheitsbindungen hat sich Bayern über die Jahre auch als Erfinderland in Sachen Mobilität profiliert. Unter anderem Rudolf Diesel hat der Autoindustrie mit seiner berühmten Erfindung den Weg geebnet, als er 1892 den nach ihm benannten Motor erfand. Das beste Zeichen dafür, dass die Mobilität in Bayern immer weiter vorangetrieben wird, bestätigt sich dabei durch eine vergleichsweise junge Erfindung: Im Jahr 2013 hat der Münchner Turbinenhersteller MTU ein neues Flugzeugtriebwerk vorgestellt, das halb so laut wie bisherige Antriebe ist und dabei auch noch 15 Prozent Sprit einspart. Übrigens, falls Sie sich auf der Suche nach dem nächsten Urlaubsziel von einem Blick auf den Globus inspirieren lassen möchten – auch der ist eine bayerische Erfindung.

Innovation – technische Glanzleistungen

Bayern ist heute ein weltweit bekannter Hochtechnologiestandort. Die ersten Weichen dafür wurden bereits 1895 gestellt, als Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Röntgenstrahlen entdeckte. Weitere Revolutionen der Technik gab es verstärkt in den 1960er-Jahren, darunter der erste elektronische Schriftsatz mit digitaler Speicherung vom Oberpfälzer Rudolf Hell. Oder das Patent für die Chipkarte der zwei Erfinder Jürgen Dethoff und Helmut Gröttrup. Eine andere digitale Entwicklung, die aus keinem Alltag mehr wegzudenken ist, ist die mp3-Technologie, die 1982 am Fraunhofer-Institut für integrierte Schaltungen in Erlangen unter Professor Hans-Georg Musmann entwickelt wurde. Die neueste smarte Erfindung aus Bayern gab es in den 2000er Jahren durch die fränkische Firma Loewe. Im Jahr 2008 wurde hier der weltweit erste Smart-TV mit vollintegrierter Vernetzung auf den Markt gebracht.

Bayern zählt damit zu Recht als wahres Erfinderland. Sie haben auch eine innovative Idee und wollen sie schützen lassen? Erfahren Sie jetzt mehr über die Patentämter im Freistaat.