Gerade war der Spediteur da

Er hat das Paket gebracht. Endlich. Der Inhalt kommt direkt vom Teststand. Das Bauteil hat den Durchlauf aber nicht unbeschadet überstanden. Es hat jetzt einen Haarriss.

Nun drückt die Zeit. Es ist klar, dass die Schwachstelle verstärkt werden muss. Aber auf welche Art und mit wieviel zusätzlichem Material der Achsschenkel für die Radaufhängung nun designend wird muss nun geklärt werden. Jetzt läuft das neue R&D-Office der Jilin Universal Machinery Co. in Garching zur Höchstform auf. Klar hat das neue European R&D Center als Scharnier zwischen der Produktion in China und den hiesigen OEM’s immer einiges zu tun, aber genau für solche Fälle gibt es  diesen neuen Außenposten. Dafür sitzt das internationale – in Zukunft rund 10 Köpfe zählende – Entwicklerteam nun mal im Norden von München – in kurzer Schlagdistanz zu den großen europäischen OEM’s wie AUDI und BMW.
 
Jetzt muss also auf Basis des Testprotokolls an den Parametern geschraubt werden, das Teil modifiziert, schlicht stabiler gemacht werden. Ohne dabei aber zu viel Rohstoffe zu verbrauchen. Ist die digitale Zeichnung erfolgreich abgeändert, das neue virtuelle Modell erstellt, wird es durch die Glasfaser nach China geschickt. Dort, in Changchun, in der Provinz Jinlin, entwickelt und fertigt die Jilin Universal Machinery Co. seit über 50 Jahren Autoteile. Bevor der digitale Entwurf zum realen Prototyp werden kann, müssen die chinesischen Kollegen aber noch einen weiteren Zwischenschritt bewältigen. Schließlich muss das zur Fertigung der neuen Teile notwenige Werkzeug auch erst hergestellt werden. Ein umfassender Prozess also, bis der geänderte Prototyp sich danach wieder auf dem Teststand beweisen kann…
 
Invest in Bavaria heißt das Jilin Universal European R&D Center und deren Mitarbeiter in Bayern herzlich willkommen und wünscht einen guten Start sowie erfolgreiche Geschäfte.