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Facebook, Twitter und Co in der regionalen Wirtschaftsförderung: Fünf Schritte zum Social Media Konzept

Fluch oder Segen? Bei Social Media scheiden sich die Geister, gerade auch in der regionalen Wirtschaftsförderung. Sind Facebook, Twitter und Co wertvolle Kommunikationskanäle oder für die Wirtschaftsförderung nicht relevant?

Das Radio hat 38 Jahre gebraucht, um 50 Millionen Hörer weltweit zu erreichen, das Fernsehen benötigte 13 Jahre für dieselbe Anzahl an Zusehern.  Und Facebook? In weniger als einem Jahr konnte das beliebte soziale Netzwerk mehr als 200 Millionen User für sich gewinnen. Diese Dimensionen sprechen für sich.

Dieses Video macht klar, dass heutzutage kein Weg mehr an Social Media vorbeiführt.


Doch wie startet man mit seiner Kommunikation in die digitale Welt? Wichtig ist, auf eine solide Strategie zu setzen.

 

Fünf Schritte zum Social Media Konzept:

  1. Definieren Sie Ihre verschiedenen Zielgruppen!

    Die moderne Wirtschaftsförderung hat viele Zielgruppen: Die Unternehmen in der

    Region, die Politik, Fachkräfte, die in Ihrer Region benötigt werden …

  2. Priorisieren Sie Ihre Zielgruppen! Welche der

    von Ihnen definierten Zielgruppen sind für Sie am wichtigsten? Für Sie ist

    beispielsweise von besonderer Bedeutung, Fachkräfte für Ihre Unternehmen in die

    Region zu holen bzw. zu halten? Sehr gut, jetzt haben Sie schon eine wichtige

    Zielgruppe für sich ausgemacht! Nun geht das Spiel von vorne los – definieren Sie

    auch hier wieder Ihre verschiedenen Unterzielgruppen! Konzentrieren Sie sich

    auf fünf Hauptzielgruppen oder unterteilen Sie Ihre Kampagne – denn prinzipiell

    gilt: je mehr Zielgruppen, umso schwammiger die Kommunikation!

  3. Vor welchen Herausforderungen steht Ihre

    Zielgruppe? Nachdem Sie wissen, wen Sie adressieren möchten, werden Sie sich

    über die Bedürfnisse Ihres „Kunden“ im Klaren! Erst wenn Sie verstanden haben,

    mit welchen Gedanken sich Ihr Gegenüber auseinandersetzt, können Sie ihm

    hilfreiche Lösungsvorschläge unterbreiten und sich als Gesprächspartner auf

    Augenhöhe etablieren!

  4. Was können Sie zur Lösung beitragen, welchen

    Mehrwert können Sie für die Herausforderungen beitragen?

  5. Last but not least: Überzeugen Sie die

    Zielgruppe von Ihrem Mehrwert!

 

Das klingt für Sie noch zu abstrakt? Gehen wir zurück zum Thema Fachkräfte und schauen uns die Unterteilung der Zielgruppen, die Herausforderungen und die Lösungsansätze genauer an:

 

Social Media Workshop für die bayerischen Wirtschaftsförderer

Diese ganzen Erkenntnisse haben 17 Bayerische Wirtschaftsförderer gemeinsam in einem Social Media Workshop erarbeitet, den Invest in Bavaria organisiert hat. Florian Semle, der den Workshop leitete, informierte die Teilnehmer über die vielfältigen Möglichkeiten, aber auch über mögliche Stolpersteine.

Welche Kanäle machen Sinn und wie werden diese in der Praxis der Wirtschaftsförderung derzeit genutzt? Wer zum Beispiel darf Beiträge verfassen und welche Botschaft soll darin vermittelt werden? Frau Simone Lehrl stellte sehr anschaulich am Beispiel der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH dar, wie Social Media dort in der Praxis erfolgreich angewendet wird. Die regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft betreibt einen eigenen Blog und ist auf Facebook und Twitter aktiv.

Social Media bedeutet unter anderem, sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Für Invest in Bavaria war es wichtig, auch beim 5. Workshop für die bayerischen Wirtschaftsförderer in Bayreuth  gemeinsame Aktivitäten sowie den kollegialen und persönlichen Austausch zu fördern und letztendlich den Standort Bayern damit zu stärken.


Impressionen vom Social Media Workshop