Eröffnungsfeier des Erweiterungsbaus der Yaskawa Europe GmbH in Allershausen

Am 15. Januar 2018 fand die Eröffnungsfeier des Erweiterungsbaus des japanischen Roboterunternehmens Yaskawa Europe GmbH in Allershausen statt. Das ist der erste Erweiterungsbau seit 2012, als die Roboter-Sparte nach Allershausen in die Yaskawastraße 1 verlegt worden war. Die Investitionskosten beliefen sich auf 8 Mio. Euro und es wurden 300 Arbeitsplätze nachhaltig sichergestellt.

Ein kurzer Ausflug in die Geschichte des Unternehmens: Die Yaskawa Electric Corporation wurde 1915 in Kitakyushu in der Präfektur Fukuoka auf der japanischen Insel Kyushu als Motorenhersteller gegründet. 2017 generierte das Unternehmen rund 3,5 Mrd. Euro Umsatz mit weltweit 14.500 Mitarbeitern. Die Umsatzverteilung für die einzelnen Produktgruppen ist zu 50% die Anwendungs- und Steuerungstechnik, zu einem Drittel Robotics, sowie Systemtechnik und Informationstechnologie, die den Rest ausmachen. Mit einem Roboter hat man zwar im privaten Haushalt keinen direkten Kontakt, jedoch wird jeder, der zum Beispiel ein iPhone oder ein IKEA-Möbelstück besitzt, schon einmal indirekt mit Yaskawa in Berührung gekommen sein.


Wir - das Japan Team von Invest in Bavaria - nahmen an der Eröffnungsfeier teil. Wir waren gespannt auf das Ergebnis, nachdem wir ein halbes Jahr zuvor, ausgerüstet mit Schutzhelmen, noch die Baustelle besichtigt hatten.


Bei der Eröffnungsrede führte Herr Manfred Stern, Präsident & CEO Yaskawa Europe, die Gründe für den Erfolg von Yaskawa folgendermaßen auf:
•Verstärkte Bemühungen direkt bei den Kunden zu sein
•Fokussierung auf freie Märkte
•Ausbau der Produktion in Europa


Während die europäischen Unternehmen das Augenmerk auf China richten, setzt Yaskawa dagegen den Fokus bewusst auf Europa. Das Zitat von Herrn Hiroshi Ogasawara, Representative Director & President von Yaskawa Electric Corporation bringt die Tendenz des Unternehmens auf den Punkt: „Manche werden mehr chinesisch, Yaskawa dagegen mehr europäisch“. In Europa finden die neusten Entwicklungen wie „Industrie 4.0“ oder die „vollständige Automatisierung“ statt. Wer global in der ersten Liga mitspielen will, muss laut Herrn Stern in Europa gegen die deutsche und  europäische Konkurrenz bestehen. Schließlich gäbe es in Europa einen großen  Automatisierungsbedarf und dadurch auch gute Wachstumsaussichten für die produzierende Industrie in Europa.


Der japanische Generalkonsul Tetsuya Kimura des Japanischen Generalkonsulats München sprach seinen Dank für die Unterstützung und Mitwirkung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, Invest in Bavaria und die Gemeinde Allershausen aus und freute sich über  den Erweiterungsbau, da dies ein positives Zeichen für die Geschäftslage des Unternehmens ist.


Herr Bruno J. Schnekenburger, Präsident der Robotics Division, wies in seiner Rede darauf hin, dass die höchste Roboterdichte interessanterweise bei den wirtschaftlich erfolgreichsten Ländern mit einer guten Beschäftigungsrate zu finden ist. Laut Statistik habe Südkorea die höchste Roboterdichte mit einer Quote von einem Roboter pro 15 Mitarbeiter, gefolgt von Singapur und Deutschland/Japan. Dieses Ergebnis widerspricht der Befürchtung, dass Arbeitsplätze durch den Einsatz von Robotern verloren gehen könnten.


Herr Oberbürgermeister Rudolf Popp von Allershausen schilderte seine intensive Begleitung der einzelnen Baufortschritte und die große Herausforderung, das Grundstück für den Neubau erst einmal freigeben zu müssen. Dies zeigt, dass die Unternehmen in Allershausen mit einem tatkräftigen Bürgermeister wie Herrn Popp in guten Händen sind.


Zuletzt begrüßte Frau Staatsministerin Ilse Aigner, Bayerisches Wirtschaftsministerium die Entscheidung von Yaskawa, mit dem Neubau am Standort Allershausen festere Wurzeln in Bayern schlagen zu wollen. Dies sei eine klare Bekenntnis für den Standort Bayern und wie sehr sich Yaskawa hier wohl fühlt. Für Yaskawa gilt demnach: Aus Japan stammend, in der Welt zuhause, in Bayern daheim. Wer auf Robotik und Automatisierung setzt, der wird Gewinner der Digitalisierung sein und die Wettbewerbs-Vorsprünge von morgen sichern.


Nach dem gemeinsamen Durchschneiden des roten Bandes durch den japanischen Generalkonsul Kimura, Frau Staatsministerin Aigner, Herrn Stern, Herrn Schnekenburger und Herrn Oberbürgermeister Popp, wurde eine atemberaubende Trommelshow vorgeführt. Die große Trommel und der Trommler, der bestimmt nicht unter Höhenangst leidet, wurden von einem Yaskawa Roboter durch die Gegend gewirbelt. Die Gäste wurden anschließend mit einem exklusiven Cocktail, gemixt von einem Yaskawa Roboter, empfangen.


Das neue Gebäude wurde, wie Herr Stern bemerkte, sehr energieeffizient gebaut. Wir waren beeindruckt von dem angenehmen Raumklima, was man von großen Industriehallen nicht erwartet. Laut Yaskawa denkt das Management im 10 Jahren Turnus. Wir sind gespannt, wie sich Yaskawa und auch die Gesellschaft in zehn Jahren weiterentwickelt!

Das Video zur Eröffnungsfeier finden sie hier.