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Die Welt zu Gast in Bayern: Tradition und Moderne aus China

Nǐ hǎo sagt Bayern zu mehr als 12.000 chinesischen Staatsbürgern, die im Freistaat leben, allein 7.000 von ihnen in der Landeshauptstadt. Eine Community, die stetig am Wachsen ist, ebenso wie die Volksrepublik und ihre Wirtschaft. Da nimmt es kaum Wunder, dass sich auch in Bayern immer mehr chinesische Unternehmen ansiedeln.

Der IT-Riese Alibaba, der Telekommunikationskonzern Huawei, Auto Start-up Nio/Next Ev – große Namen finden sich unter den chinesischen Ansiedlungen in Bayern. Insgesamt sind es rund 400 Unternehmen aus Fernost, die ihren Weg in den Freistaat gefunden haben.

Ansprechpartner für chinesische Unternehmensansiedlungen

Ansprechpartner rund um Themen zur Ansiedlung vor Ort finden die Unternehmen neben Invest in Bavaria, auch bei den lokalen Partnern. So bieten beispielsweise das China Zentrum Bayern  mit Sitz in Ingolstadt sowie das China Competence Center bei der IHK Schwaben in Augsburg Unterstützung mit Rat und Tat. Auch die im März 2015 gegründete Union zur Förderung Chinesischer Unternehmen in Bayern (CUB) e.V. bietet chinesischen Neuzugängen in Bayern wertvolle Hilfestellung.

Dass nicht nur München für chinesische Unternehmen interessant ist, zeigt die Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V. (DCW). Neben dem Büro für Südbayern in München, ist die DCW auch in Nürnberg zu finden.
Seit März 2017 befindet sich auch die chinesische Handelskammer in Deutschland in Bayern. Als dritte Niederlassung in Deutschland spiegelt dies die hohe Bedeutung des Standortes wieder.

Gegenseitiger Austausch


Nicht nur in der Wirtschaft erfolgt der Austausch auf enger Basis, auch in Forschung und Lehre verbinden Bayern und China enge Bande. Diese werden gefördert vom Bayerischen Hochschulzentrum für China. Die Service-Einrichtung unterstützt staatliche Hochschulen in Bayern, Studierende, die an einem Austausch interessiert sind, sowie Dozenten und hilft beim allgemeinen Austausch zwischen Forschung und Lehre. Bei mehr als 4.300 chinesischen Studierenden in Bayern und mehr als 150 Kooperationsabkommen zwischen bayerischen und chinesischen Hochschulen eine umfangreiche Aufgabe.

Abgesehen von den Universitäten, etwa im Sinologie-Studium an der LMU München, oder der Julius-Maximilians Universität Würzburg, sind auch andere Bildungsinstitute in Bayern ansässig. Darunter das renommierte Konfuzius Institut, das an drei Standorten in Bayern professionelle kulturelle Trainings und Sprachkurse anbietet. Damit ist Bayern das Bundesland mit den meisten Standorten in Deutschland. Auch für Kinder findet sich bereits ein breites Angebot. Darunter der PHORMS Kindergarten und die dazugehörigen Grundschule oder die Isar-China Internationale Chinesische Schule, beide in München.

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Tradition und zeitgenössische Kultur


Wirtschaftliche Stärke ist natürlich nicht das einzige, was der Partner aus Fernost zu bieten hat. Die große chinesische Community in Bayern leistet auch einen unschätzbaren Beitrag zur kulturellen Vielfalt im Freistaat, für deren Verbreitung unter anderem das Chinaforum Bayern zuständig ist. So wurde im März bereits das sechste Bayerisch-Chinesische Frühlingsfest veranstaltet. Regelmäßig findet zudem das Unternehmerfrühstück „Chinaforum Breakfast Club“ statt.

Tradition und Moderne – beides geht in China Hand in Hand. Umso besser, wenn diese Kombination ihre Fortsetzung in der bayerisch-chinesischen Zusammenarbeit findet.