Die bayerischen Alpen: Berge zum Entspannen und aktiv werden

Als größter und höchster Gebirgszug Europas erstrecken sich die Alpen auf über 1.200 Kilometern Länge durch ganze sieben Staaten: Italien, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Ungarn, Slowenien, Liechtenstein und Deutschland. Der Deutsche Teil der Alpen liegt dabei ausschließlich in Bayern. Das alpine Hochland im Süden des Freistaats bietet reichlich verschiedene Gelegenheiten zur Freizeit- und Urlaubsgestaltung, die wir hier vorstellen.

Das Karwendelgebirge bei Garmisch-Partenkirchen

Was gehört zu den bayerischen Alpen?
 

Die Alpen an sich lassen sich anhand mehrerer Merkmale unterteilen: An Naturräumen, kulturellen oder humangeografischen Merkmalen, sowie nach geologischen oder hydrologischen Aspekten, um nur wenige Möglichkeiten zu nennen. Je nach Art der Einteilung zählt man daher verschiedene Gebiete zu den bayerischen Alpen. Der Einfachheit halber sagen einige Reiseportale, dass sich die Region vom Königsee im Osten bis zum Bodensee im Westen erstreckt.  Unabhängig davon, wie schwierig es ist, bestimmte Gebiete zuzuordnen, lässt sich zumindest sagen, welche Gebirgszüge überwiegend oder teilweise zu den bayerischen Alpen gehören. Das sind: 

•    Allgäuer Alpen
•    Ammergauer Alpen
•    Bayerische Voralpen
•    Berchtesgadener Alpen
•    Chiemgauer Alpen
•    Karwendel
•    Wettersteingebirge

Die höchsten Gipfel finden sich darunter in den Allgäuer Alpen (Hochfrottstpitze, 2.649 m), den Berchtesgadener Alpen (Watzmann, 2.713 m) und dem Wettersteingebirge (Zugspitze, 2.962 m; höchster Berg Deutschlands). 


Die Kultur in den bayerischen Alpen 
 

Die alpinen Regionen im Süden des Freistaats sind beliebte Urlaubsgebiete. Viele Gemeinden hier erzielen ihre Haupteinnahmen durch den Tourismus. Deshalb gibt es rund ums Jahr verschiedene Angebote, wie man seine Zeit dort verbringen kann: Im Sommer laden Bergtouren zum Wandern ein, im Winter locken Lifte und Pulverschnee die Menschen auf die Piste – sei es zum Skifahren, Snowboarden, Langlaufen oder Schneewandern.


Auch Kurorte gibt es hier. Der Luftkurort Mittenwald ist beispielsweise mitten im Karwendel gelegen und von Alpengipfeln umringt. Besondere Tradition hat hier das Geigenbauerhandwerk. Daher hat der Ort sogar ein eigenes Geigenbaumuseum. Außerdem sind die zahlreichen traditionellen Veranstaltungen rund ums Jahr sehenswert: Neben einem internationalen Schlittenhunderennen zieht auch der Fasching Schaulustige an. Die „Holzlarven“ genannten, handgeschnitzten Faschingsmasken sind teilweise schon viele Generationen alt und finden jedes Jahr zur Mittenwalder Fasnacht Verwendung. Das regionale Essen hat große Ähnlichkeit mit dem Rest vom Kulinarischen Bayern: Deftige Brotzeitgerichte, süße Germknödel und selbstverständlich auch Weißwürste mit Senf findet man hier in fast jedem Lokal. 
 

© Alpenwelt - Wera Tuma

Beliebte Urlaubsstädte in den bayerischen Alpen
 

Neben dem bereits erwähnten Mittenwald erfreuen sich selbstverständlich noch zahlreiche andere Orte hier größter Beliebtheit. Sie locken viele Menschen besonders während der Winterferien in die bayerischen Alpen. Wir geben nur einen kurzen Überblick über einige größere Gemeinden, ohne dass die Reihenfolge irgendeine Wertung darstellt. Diese Aufstellung dient als erster Überblick, was die bayerischen Alpen ausmacht und was man als Gast dort erwarten darf. 

Ruhpolding 
Die meisten kennen Ruhpolding als Austragungsort internationaler Wintersportevents. Besonders Biathlon hat hier eine lange Tradition, aber nicht nur der Schnee lockt jedes Jahr zahlreiche Menschen in die Gemeinde. Wer weniger körperlich und mehr geistig aktiv werden möchte, findet hier ebenfalls mehr als eine Gelegenheit: Ansprechende Lüftlmalereien, ein Heimatmuseum in einem ehemaligen Jagdschloss und die Pfarrkirche St. Georg, die auf dem Rauschberg in 1.645 Metern Höhe sitzt, gehören zu den Sehenswürdigkeiten von Ruhpolding. Als Lüftlmalerei bezeichnet man die besonders in süddeutschen und österreichischen kleinstädtisch-ländlichen Regionen verbreitete Kunst der Fassadenmalerei. 
 

Reit im Winkl 
Hier finden sich besonders viele begeistere Wanderer ein, denn Reit im Winkel gilt als eine der schönsten Wanderregionen der Chiemgauer Alpen. Die Touren führen aufs Hochplateau der Winklmoosalm, um den Chiemsee herum oder zur Demel-Alm. Auch Fans von Geschichte und Kultur kommen auf Ihre Kosten. Im Heimatmuseum Hausenhäusl lässt sich mehr über die Historie des Ortes erfahren und rund ums Jahr pflegen die Einheimischen ihre Bräuche bei zahlreichen Veranstaltungen: Am Karnevalssamstag findet der „Musiball“ der Musikkapelle statt, es gibt eine Erntedankprozession und im Oktober eine Wallfahrt nach Maria Klobenstein, um hier nur einige Beispiele zu nennen. 

Garmisch-Partenkirchen 
Es ist direkt am Fuß der Zugspitze, zwischen Wettersteingebirge und Ammergebirge gelegen und seitdem 1936 hier die olympischen Winterspiele stattfanden, zieht es Wintersportler aus der ganzen Welt mit seiner malerischen Landschaft an: Die Rede ist natürlich von Garmisch-Partenkirchen in Oberbayern. Diese Stadt ist eines der schönsten und wohl bekanntesten Ski Resorts der bayerischen Alpen. 
 

Füssen 
Der Alpenort im Regierungsbezirk Schwaben stellt das Ende der Romantischen Straße dar. Die Ammergauer und Allgäuer Alpen überragen selbst das Hohe Schloss von Füssen. Neben dem Lech, der hier noch ein ungebändigter Wildfluss ist und ein spektakuläres Schauspiel bietet, haben Urlauber noch einen Vorteil: Das weltberühmte Schloss Neuschwanstein ist nur einen Katzensprung entfernt. 
 

Berchtesgaden 
Nah am Königssee, direkt am Fuß des 2.713 Meter hohen Watzmanns und mitten im eigenen Nationalpark liegt Berchtesgaden. Wer hier Urlaub macht, sollte sich Zeit nehmen, denn es gibt viel zu sehen: Allein der Schlossplatz wird vom königlichen Schloss, einem romanischen Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert, der Kirche St. Andreas und der Stiftskirche umrahmt. In der Fußgängerzone sind außerdem zahlreiche Häuserfassaden mit kunstvoller Lüftlmalerei verziert. 
 

© Hansi Heckmair

Bad Wiessee
Dieser Kurort liegt direkt am Tegernsee und ist zweifelsfrei einer der schönsten Orte in den bayerischen Alpen. Nur 4.700 Einwohner hat die Gemeinde, die gleichzeitig Kurort und Heilbad ist. Neben wunderschönen, denkmalgeschützten Gebäuden im Ortskern (Rathaus, altes Postamt, Hotel zur Post) kann man bei langen Spaziergängen an der fünf Kilometer langen Seepromenade die Aussicht auf bis zu 1.600 Meter hohe Berggipfel genießen. In diesen Bergen bieten sich im Winter Ausflüge in den Schnee an. 
 

Bad Reichenhall
Am nördlichen Rand der bayerischen Alpen liegt diese Kurstadt. Überregional bekannt ist vor allem das Reichenhaller Salz, das hier in der Saline produziert wird. Wer sich im Urlaub in diese schöne Stadt begibt, findet neben dem 1.613 Meter hohen Predigtstuhl und seiner überragenden Aussicht den Königlichen Kurgarten, der zu Spaziergängen einlädt sowie das besonders kunstvoll verzierte Rathaus.
 

Urlaub in Bayern – Immer ein Genuss
 

Wer seine Freizeit in Bayern verbringt, kann viel erleben. Von grandioser Natur über malerische Städte bis hin zu Wellness- und Sportangeboten ist alles möglich. Besonders in der kalten Jahreszeit zeigen sich einige Orte im Freistaat von ihrer besten Seite. Deshalb haben wir auf unserem Blog einige Tipps zum Winterurlaub in Bayern für Sie zusammengestellt.