Das Münchner Oktoberfest

Gemütlichkeit als Standortfaktor

Am 21. September ist es wieder soweit: Das Münchener Oktoberfest öffnet seine Zelte und für viele beginnt die schönste Jahreszeit.

Die „Wiesn“, wie die Münchner ihr Volksfest nennen, wurde 1810 erstmals anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese auf den Wiesen vor der Stadt veranstaltet. In seinen Anfangsjahren war die Wiesn eher ein Sportfest als ein Hort bürgerlicher Gemütlichkeit. Kronprinz Ludwig ließ die öffentlichen Feierlichkeiten zu seiner Hochzeit im Stile Olympischer Spiele veranstalten und die Pferderennen jährlich wiederholen. Erst Ende des neunzehnten Jahrhunderts entwickelte sich das Oktoberfest zum Mekka der bayerischen Gemütlichkeit, das inzwischen eine weltweite Fangemeinde von jährlich mehr als 6 Millionen Besuchern begeistert. Heute ist das Oktoberfest als Marke bekannter als viele deutsche Großstädte und Global Player. Eine Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus ergab eine weltweite Markenbekanntheit von 91 Prozent.

Das Oktoberfest ist der Inbegriff für Tradition und bayerischer Gemütlichkeit – und hat sich gleichzeitig zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für den Freistaat entwickelt. Weit über 800 Millionen Euro spült eine durchschnittliche Wiesn jährlich in die Kassen. Knapp die Hälfte davon – über 300 Millionen – bleibt auf dem Festgelände, wo in der Wiesnzeit 8.000 Festangestellte und noch einmal 5.000 Aushilfskräfte für das leibliche und seelische Wohl der Festgäste sorgen.

Der Nutzen des Oktoberfestes beschränkt sich für die bayerische Wirtschaft nicht auf die Landeshauptstadt und auf die Bierbrauereien. Viele verschiedene Branchen im gesamten Freistaat profitieren direkt oder indirekt vom Oktoberfest. Zum Beispiel die Firmen, die wochenlang die großen Festhallen für die verschiedenen Brauereien aufbauen, die Hersteller von Maßkrügen oder auch die Hersteller hochwertiger Trachtenmode, die sich schon fast ein Jahr vorher Gedanken über die neue Wiesnmode machen.

 

Blick zurück zur Wiesn 2012

  • Sitzplätze (gesamt): 114.000
  • Besucher: 6,4 Millionen
  • Bierausschank: 7,4 Millionen Maß
  • Brathendelverzehr: 508.958 Stück
  • Stromverbrauch: 2.730.083 Kilowattstunden (Im Jahr 2012 wurden erstmals alle Beschicker auf dem Oktoberfest mit Ökostrom versorgt.)
  • Erdgasverbrauch: 220.915 Kubikmeter
  • Wasserverbrauch: 114.612 Kubikmeter
  • Fundsachen: 4.530 Stück, darunter 1.060 Ausweise und Kreditkarten


Weiterführende Links

Die Website zur Wiesn
So entsteht ein Oktoberfest-Maßkrug