BIO-Europe 2015: Bayern als Hotspot der internationalen Life-Science-Branche

Vom 02. bis zum 04. November 2015 fand in München die BIO-Europe statt. Bereits zum 21. Mal traffen sich Akteure aus allen Bereichen der Biotechnologie zur Vernetzung mit der Branche. Damit ist die BIO-Europe Europas größte Konferenz zum Aufbau von Partnerschaften in den Life Sciences. In München wurde mit rund 3.500 Besuchern ein neuer Besucherrekord erzielt.

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Dabei ist der Standort München nicht zufällig gewählt, denn die Biotechnologie ist eine der wichtigsten Branchen in Bayern. Neben großen global agierenden Unternehmen nutzen auch viele hier angesiedelte KMU und Start-ups die Chance, sich auf der BIO-Europe zu vernetzen und neue Impulse zu suchen. Und in Bayern werden sie fündig: Mittels verschiedener Initiativen fördert der Freistaat die Branche. In den letzten 40 Jahren investierte die Landesregierung 500 Millionen Euro allein in den Sektor Biotechnologie. Dazu gesellen sich private Investments in verschiedenste Unternehmen von mehr als 3,5 Milliarden Euro. Das zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus – Bayern steht an der Spitze der Branchen-Entwicklung, sowohl deutschland- als auch europaweit: Bayerns Bio- und Medizintechnologie ist der größte Sektor in den deutschen Biowissenschaften und unter den TOP 3 in Europa.

Start-up-Förderung

Vor allem Start-ups profitieren von den Bemühungen des Landes. So unterstützt die Initiative „Gründerland Bayern“ Gründungen in technologieintensiven Bereichen. Auch in Sachen Finanzierung steht Bayern gut da. 50 Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen sind allein am Standort München vertreten. Wagniskapital steht jungen Biotech-Unternehmen zusätzlich aus dem Wachstumsfonds Bayern zur Verfügung. Allein im Laufe des Jahres 2015 konnten über 100 Millionen Euro durch Kapitalerhöhungen der in Bayern ansässigen jungen Unternehmen Medigene, 4SC und Pieris eingeworben werden.

Die Bemühungen um die Ansiedlung innovativer Unternehmen tragen Früchte: 2014 verzeichnete Bayern die höchste Zahl an Biotech-Start-ups in Deutschland. Insgesamt sind aktuell rund 900 Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazie im Freistaat angesiedelt.

Zugute kommt den in Bayern angesiedelten Unternehmen auch die enge Verzahnung mit der Forschung und Entwicklung im Freistaat. Diese wird zusätzlich durch die Cluster Offensive Bayern gestützt, die beispielsweise mit den Clustern Biotechnologie und Medizintechnik die volle Bandbreite an Biowissenschaften abdecken. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Identifikation kommerzialisierbarer Forschungsprojekte sowie die gemeinsame internationale Darstellung der bayerischen Technologien und des gebündelten Know-Hows.


So schloss anlässlich der BIO-Europe der bayerische Biotechcluster Bio-M mit dem Biotechnologie-Cluster Osaka Bio Headquarters in Japan eine neue  Kooperationsvereinbarung, die die bestehende Partnerschaft noch weiter vertiefen und einen direkten Zugang für bayerische KMU und Forschergruppen zu interessanten Märkten und Forschungskooperationen erleichtern soll.

Exzellenzregionen


Vor allem in den vier bayerischen Exzellenzregionen finden Investoren räumlich konzentrierte Kompetenz. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, bereits bestehende erfolgreiche Cluster und die Lebensqualität in München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg sind ein Garant für weitere Jahre erfolgreicher Innovationen in der Biotechnologie-Branche. Zudem sorgen die herausragenden universitären Einrichtungen an den Standorten für qualifizierten Nachwuchs. Die zentrale Lage innerhalb Europas sorgt darüber hinaus für eine exzellente Ausgangsposition bei der Herausbildung internationaler Partnerschaften.


Damit hat die Branche auch für den Außenhandel eine herausragende Bedeutung: "Mit einer Exportquote von 75 Prozent sind die bayerischen Unternehmen im Bereich der Medizintechnik, Biotechnik und Pharmazie ein wichtiger Innovationsmotor", so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml.