Bayerns Wirtschaft unter der Lupe: Unterfranken

Bayerns Wirtschaft wird in den Regionen geprägt. Und weil keine der anderen gleicht, nehmen wir sie genauer unter die Lupe – von Oberfranken bis nach Schwaben: Was macht die bayerische Wirtschaft besonders? Wir finden es heraus. In diesem Teil unserer Serie werfen wir den Blick auf Unterfranken, ein modernes Dienstleistungs- und Industriezentrum im Freistaat.

Wirtschaftliche Erfolgszentren

Der wohl bekannteste Export aus Unterfranken dürfte Dirk Nowitzki sein, der seit bereits 20 Jahren in der nordamerikanischen Basketballprofiliga NBA tätig ist. Doch der bayerische Regierungsbezirk leistet auch einiges in seiner Wirtschaftskraft. Viele der kreisfreien Städte präsentieren sich als wertvolle Erfolgszentren für den Bezirk. In Aschaffenburg tummelt sich bereits eine Vielzahl an Big Playern, darunter Linde Material Handling, DPD, Takata oder auch SAF-Holland. Doch damit nicht genug, denn auch in Schweinfurt – der Hafenstadt am Main – zeichnet sich mit erfolgreichen Unternehmen der Großindustrie ein vielversprechendes Ökosystem ab. Einige Beispiele sind die Firmen Bosch Rexroth, Fresenius Medical Care oder ZF. Zudem ist die ansässige Filiale des Automobilzulieferers Schaeffler größer als das eigentliche Stammwerk in Herzogenaurach. Vervollständigt wir das Trio der Erfolgsstädte mit dem Dienstleistungs- und Handelszentrum Würzburg. Dort sind Unternehmen wie Brose Fahrzeugteile, die Duttenhofer Gruppe, NKM Noell Special Cranes oder Mero ansässig.

Fokus auf Bildung & Forschung

Doch um sich nicht auf dem bereits zu verzeichnenden Erfolg auszuruhen, setzt Unterfranken zusätzlich auf eine ideal ausgebaute Bildungs- und Forschungsinfrastruktur. Ein gutes Beispiel ist das Technikum des Fraunhofer Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg, das bereits im November 1952 eröffnet wurde. Heute arbeiten rund 400 Wissenschaftler im unterfränkischen Haupthaus sowie an den Standorten Bronnback, Bayreuth, Alzenau und Hanau. Die gekonnte Kombination aus Forschung und Bildung verdeutlichten zuletzt auch Kooperationen mit der Universität Würzburg. Zum einen im Bereich der Medizinforschung mit dem Forschungsprojekt „Prototypische Materialentwicklung für Stammzellanwendungen in Bioreaktoren“, zum anderen in der Projektgruppe „Regenerative Technologien für die Onkologie“. Dadurch wird deutlich, dass sich Würzburg bereits als einer der wichtigsten bayerischen Life-Science-Standorte positioniert hat.

Gelebte Digitalisierung

Außerdem präsentiert der Wirtschaftsstandort Unterfranken, wie Fortschritt dank Digitalisierung für alle Unternehmen gelingen kann. Die Lösung ist die Kombination aus einem erfolgreichen Mittelstand mit einer hochmodernen Forschungslandschaft. Zusätzlich arbeitet der Bezirk an der schrittweisen Integration der Digitalisierung in den Alltag. Dazu profitieren bereits die Schüler des Karlstadter Johann-Schöner-Gymnasiums mit dem „Digital Media Lab“ von der Sensibilisierung der Digitalisierung. Das Zentrum für digitale Innovationen (ZDI) Mainfranken in Würzburg arbeitet zudem aktiv an einer Zukunft für Gründerinteressenten. Der Schwerpunkt der Förderung steht im Vorgründungsbereich und beinhaltet ebenfalls Sensibilisierungsmaßnahmen – jedoch für Studierende. Ein weiteres wichtiges Projekt ist die Digitalisierung des Handwerkes in Zusammenarbeit der Handwerkskammern Würzburg und Augsburg . Das einzigartige Forschungsprojekt wird in den kommenden drei Jahren zeigen, wie die Digitalisierung im Handwerk realisiert werden könnte. Die Handwerkskammer Würzburg unterstützt dafür das Projekt mit dem Fokus, inwiefern sich das Thema Robotik im Handwerk sinnvoll einsetzen lässt.

Übrigens, im Vergleich aller bayerischen Regierungsbezirke trumpft Unterfranken mit der geringsten Arbeitslosenquote auf. Alle Zeichen stehen also auf Erfolg. Sie wollen mehr über Unterfranken und seine regionalen Besonderheiten erfahren? Wir informieren Sie gerne weiter über den Regierungsbezirk.