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Bayerns Regionen unter der Lupe: Innovationskraft made in Oberfranken

Bayerns Wirtschaft wird in den Regionen geprägt. Und weil keine der anderen gleicht, lohnt sich eine genauere Betrachtung – von Oberfranken bis nach Schwaben: Was macht Bayerns Regionen wirtschaftlich so erfolgreich?

Nach unserem Besuch in Unterfranken geht es heute Richtung Osten nach Oberfranken:

Antibiotikum, die Grundlagen der Chemotherapie, experimentelle Zellforschung, die Jeans, der Tonfilm oder das Moped – all das wurde in Oberfranken oder von einem Oberfranken erfunden. Aber nicht nur die Jeans ist dank Levi Strauss ein oberfränkischer Exportschlager, auch heute noch legt die oberfränkische Wirtschaft wert auf Innovationen, beispielsweise am Forschungszentrum Neue Materialien in Bayreuth. Dort fand zum Beispiel die Grundlagenforschung für den künstlich erzeugten Spinnenfaden (Biosteel) statt, den der fränkische Sportartikelhersteller Adidas nun in seinen innovativen Sportschuhen verarbeitet.

Sportliche Unterstützung lieferte auch die oberfränkische Tontechnik von Salzbrenner mit ihren innovativen Mischpulten für die Olympischen Spiele in Peking 2008. Darüber hinaus sind viele oberfränkische Mittelständler eng mit der Maschinenbauindustrie in Deutschland und Europa verbunden. Sei es in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobilbranche oder der Medizintechnik – Zulieferer aus der Region sind oftmals mit von der Partie.

Unternehmen aus allen Industriezweigen

Nicht nur die großen Player wie Schaeffler und Bosch in Bamberg oder Siemens im Medical Valley in Forchheim tragen zur wirtschaftlichen Schlagkraft der Region bei. Gerade der Mittelstand und seine Hidden Champions sind wichtige Akteure im oberfränkischen Wirtschaftsmix. Ein gutes Beispiel ist die im Jahr 2000 gegründete Concept Laser GmbH, die zu den weltweit führenden Anbietern von Maschinen- und Anlagentechnik für den 3D-Druck von Metallbauteilen gehört und 2016 von General Electric übernommen wurde. 

 

Vor allem in folgenden Branchen sind regionale Unternehmen erfolgreich:
●    Maschinenbau
●    Kunststoffverarbeitung
●    Glasindustrie
●    Technische Textilien
●    Elektronische und optische Erzeugnisse
●    Medizintechnik
●    Automotive

Dabei bilden Unternehmen aus diesen Bereichen die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Industrieunternehmen über Dienstleister bis hin zu Handwerksbetrieben und dem Handel.

Starker Support für Gründer

Auch Start-ups treffen in Oberfranken auf fruchtbaren Boden. Dies ergibt jedenfalls eine von Focus Money im Jahr 2018 durchgeführte Studie, in der alle 401 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands miteinander verglichen werden. Das Landkreis-Ranking bezieht wichtige Kennzahlen wie z.B. das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts, die Bruttowertschöpfung, das verfügbare Einkommen und viele weitere Kriterien in die Bewertung ein. In der Kategorie „Firmengründungen“ führt das Ranking die oberfränkische Stadt Bamberg auf einem hervorragenden dritten Platz. Ausschlagend für diese Top-Bewertung waren u.a. die Zahl der Gewerbeanmeldungen, deren Wachstum zwischen 2014 und 2016 und die Breitbandversorgung mit schnellem Internet. Bambergs 2. Bürgermeister, Dr. Christian Lange, meint dazu:

Bamberg ist ein attraktiver Standort für alle, die gründen möchten und wird sich nach Fertigstellung unseres Zentrums für Digitalisierung und Gründung Lagarde 1 noch stärker präsentieren.


Auch die Gründungsberatung trägt bei zur starken Vernetzung der dortigen Gründerszene mit der Wirtschaft und weiteren Akteuren.

Innovationen in oberfränkischen Wissenszentren

Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof: Die Universitäten und Hochschulen an den Standorten leisten ihren Beitrag zur Stärke der Region. Nicht nur, dass hier exzellent ausgebildete Talente für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, auch Wissenschaft und Forschung sowie der damit verbundene Technologietransfer sorgen dafür, dass oberfränkische Unternehmen innovativ arbeiten. Die Aktivitäten der Hochschulen sind in der Technologieallianz Oberfranken vernetzt, die einerseits Studierenden und Lehrenden eine gute Zusammenarbeit ermöglicht, andererseits aber auch im engen Austausch mit Industrie und Wirtschaft steht. Ebenso stark ist die außeruniversitäre Forschung in Oberfranken – mit dem Ausbau der wissenschaftlichen Infrastruktur wird zugleich das wirtschaftliche Profil der Region gestärkt:


Im Übrigen beweist Oberfranken nicht nur in der Wirtschaft Größe, auch auf anderen Feldern kann die Region mit Superlativen aufwarten: zum Beispiel mit der höchsten Bäckereidichte weltweit, den meisten Brennereien Europas und dem größten Süßkirschen- und Meerrettich-Anbaugebiet in Europa.

Sie wollen noch mehr über Oberfranken und seine Innovations- und Wirtschaftskraft erfahren? Dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Unsere Zweigstelle in Nürnberg unterstützt Sie gerne.