Bayern setzt weiter auf Vernetzung – Cluster-Offensive wird fortgesetzt

Die Bayerische Staatsregierung setzt ihre Cluster-Offensive mit einer dritten Förderperiode fort. Mit der Initiative wurde die bayerische Wirtschaft in den vergangenen Jahren nachweislich erfolgreich gefördert und ganze Regionen gestärkt. Die Cluster-Offensive bringt seit 2006 Unternehmen mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen zusammen, die in ähnlichen Themenfeldern (Clustern) tätig sind.

Vorrangiges Ziel der Cluster-Offensive ist es, bisher forschungsferne Unternehmen mithilfe von so genannten Cluster-Teams mit Wissensträgern zu vernetzen und so dabei zu helfen, dass diese gemeinsam neue Produkte entwickeln, Abläufe optimieren und Zukunftsmärkte erschließen können. Für die dritte Förderperiode stellt Bayern den Teilnehmern für den Zeitraum 2016 bis 2019 nun weitere 17 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Beginn der Förderung im Jahr 2006 konnten bayerische Cluster bisher über 256 Millionen Euro Bundes- und EU-Mittel akquirieren. Der Freistaat selbst hat im Rahmen der Cluster-Offensive im selben Zeitraum 63 Millionen Euro in Unternehmen und Wissenschaft investiert.

Die Weiterführung bedeutet eine richtungsweisende Investition, für die sich insbesondere Bayerns Wirtschafts- und Technologieministerin Ilse Aigner stark gemacht hat: „Unsere Cluster-Politik ist ein Erfolgsmodell! Unabhängige Experten aus Berlin haben uns bescheinigt, dass die geförderten bayerischen Cluster Wirtschaft und Wissenschaft erfolgreich miteinander vernetzen, Kooperationen anstoßen, Wertschöpfungsketten stärken und die Innovationsdynamik erhöhen."


Bayerische Cluster bundesweit spitze

Die Cluster-Offensive in Bayern ist in 19 Schlüsselbranchen eingeteilt, die jeweils von Cluster-Teams betreut werden. Zu den Branchen gehören beispielsweise die Bio- und Nanotechnologie, die Medizintechnik oder Mechatronik. Zusammengefasst werden sie in fünf übergreifende Gruppen: Mobilität, Materialentwicklung, Mensch & Umwelt, Informations- & Elektrotechnik sowie Dienstleistungen & Medien. Zu den verschiedenen Clustern zählen augenblicklich 5.500 Unternehmen mit 770 Einzelprojekten. 5.800 Veranstaltungen fanden bisher statt.

Einige bayerische Konsortien wurden deutschlandweit bereits als so genannte Spitzencluster ausgezeichnet. Das Medical Valley beispielsweise liegt im Nürnberger Raum und verbindet Technologie und Dienstleistung im Bereich der Gesundheitsvorsorge. Auch MAI Carbon gehört zu Deutschlands Spitzenclustern und vernetzt zwischen München, Augsburg und Ingolstadt insgesamt 89 Partner aus dem Bereich der Karbonfaser-verstärkten Kunststoffe. Dazu gehören Unternehmen wie Airbus, BMW oder BASF. Vertiefende Informationen finden Interessierte auf der offiziellen Homepage der Initiative.


Vernetzung und Innovation blauweiß

Klar ist aber auch: Unternehmenserfolg ist immer auch von lokalen Faktoren abhängig – gerade in einer globalisierten Wirtschaft. Die Förderung durch die Cluster-Offensive soll deshalb insbesondere Bayerns mittelständischen Unternehmen zugutekommen. Und die sitzen selbstverständlich nicht nur in Ballungsgebieten wie München oder Nürnberg. Eine Vielzahl bayerischer Global Player und Hidden Champions hat sich auch im ländlichem Raum angesiedelt. Besonders dorthin gilt es, die richtigen Kontakte zu knüpften. In diesem Sinne unterstützen die Cluster-Teams den persönlichen Austausch durch informelle Treffen und verbessern so die Vernetzung von Unternehmen mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen. Auf diese Weise lassen sich schnell wertvolle Geschäftskontakte knüpfen. Besonders wenn es darum geht, Fachwissen von Forschungseinrichtungen oder Partnern zu beziehen, die Ausbildung zu verbessern oder Gründungen zu erleichtern. Fest steht: Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen wird Bayern auch in Zukunft im wirtschaftlichen Wettbewerb ganz vorne mitspielen können.