Bayerische Work-Life-Balance: Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

An manchen Tagen im Jahr schwinge ich mich zum Feierabend ganz besonders elanvoll auf mein Rad, das ich vor dem Büro geparkt habe und rolle auch etwas schneller als sonst nach Hause. Es ist die Vorfreude, die mich beflügelt. Die Vorfreude, dass das Abendessen heute vorerst ausfällt und mit ein paar Bananen überbrückt werden muss – weil ich heute noch den Boden unter den Füßen verlieren werde.

Zuhause tausche ich Hemd und Lederschuhe gegen Funktionshirt und Laufhose – es wird schweißtreibend werden. Das wissen auch die anderen, die am Autobahnkreuz im Münchner Süden – ebenfalls mit breitem Grinsen im Gesicht – bereits auf mich warten. Hier laden wir alle Rucksäcke in ein Auto und fahren gemeinsam Richtung Berge, denn einen von ihnen wollen wir heute noch besteigen. Was wir aber nicht mehr wollen, ist: absteigen. Nicht weil wir ein Biwak geplant haben, nein, Schlafsäcke und Gaskocher sind heute nicht im Rucksack – dafür aber: Gleitschirme!

Die rund 10kg Ausrüstung, die wir jeweils zusätzlich zu unseren Wechselklamotten und ein wenig Proviant in den Rucksäcken verstaut haben, drücken beim Aufstieg zwar gehörig in die Oberschenkel, aber die Aussicht eines Gipfels, den man zu Fuß erklommen hat, ist dann halt doch immer noch ein bisschen schöner. So auch heute: Im wunderbaren, warmen Abendlicht kommen wir am Startplatz an und ein angenehmer Windhauch, der uns vom Alpenvorland entgegenstreicht, verspricht einen angenehmen Start. Im Tal vor uns glitzert der Tegernsee und weiter in der Ebene sehen wir München und können uns gut vorstellen, wie die Kollegen gerade den Abend im Biergarten ausklingen lassen. Auch ein verlockender Gedanke. Spätestens als die Gedanken auf die Nürnberger Kollegen und die assoziierten Rostbratwürstel kommen, geben uns unsere Mägen zu verstehen, dass den Bananen zur Überbrückung nun allmählich auch was Gescheites folgen darf.

So langsam lösen wir uns also von der traumhaften Aussicht – denn nur Fliegen ist schöner –  und legen kurz vor Sonnenuntergang unsere Schirme in der Wiese aus, sortieren die Leinen und ziehen sie mit ein paar zügigen Schritten im Wind auf. Noch ein paar Schritte mehr den Hang hinab und unser Gewicht wird komplett von den paar wenigen Kilo Stoff über uns getragen und wir gleiten mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages ins Tal. Einfach Grandios.

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Dann fehlt nur noch die Lizenz: Zugegeben, die Ausbildung ist nicht von heute auf morgen abzuschließen – sie ist eher vergleichbar mit dem Führerschein – aber dass sich die Mühe lohnt, steht außer Frage.

Eine Datenbank mit allen Flugschulen findet man hier beim DHV (deutsche Hängegleitverband). Die meisten bieten auch Tandemflüge an – so kann man perfekt in den Sport rein schnuppern und ausloten, ob man in die Ausbildung gehen möchte. Der DHV listet auch übersichtlich auf, wo gestartet werden kann – Schon mal zum Träumen, welcher Flugberg am nächsten liegt