5 Minuten mit… Herrn Girish Jois, Geschäftsführer von EniT Invilogic GmbH

Nach Dampfmaschine, Fließband, Elektronik und IT bestimmen nun Smart Factories und die Verzahnung von Produktionsmethoden mit modernster Informations- und Kommunikationstechnologie die Wirtschaft. Diese Entwicklung bezeichnet man als die vierte industrielle Revolution, oder kurz Industrie 4.0. In diesem Bereich ist auch die EniT Invilogic GmbH aktiv. 2006 wurde zunächst in München die EniT GmbH gegründet. Im Jahr 2015 tat sie sich mit der in Hyderabad, Indien, ansässigen Invilogic Software Pvt. Ltd. zusammen und das Joint Venture EniT Invilogic GmbH war geboren. Es verbindet die Stärken beider Firmen, um Engineering- und IT-Lösungen zu entwickeln, die auf Industrie 4.0 basieren. Herr Girish Jois, Geschäftsführer von EniT Invilogic GmbH, spricht mit uns über ihre Arbeit und die ersten Jahre in Bayern.

Inwiefern unterstützen Sie Unternehmen, Industrie 4.0 für sich zu nutzen?

Industrie 4.0 erfordert die Prozessautomatisierung in Unternehmen. Wir bieten eine auf künstlicher Intelligenz basierten Software für die Luft- und Raumfahrt- und Automobilbranchen sowie den Energie- und Schwerindustriesektoren an. Unsere Software digitalisiert Fachwissen des Unternehmens und automatisiert Vertriebs-, Design- und Fertigungsprozesse, um so eine Modularisierung und eine effiziente horizontale Integrierung sowohl von Prozessen als auch Kommunikation zu erreichen. Intelligente Engineering-Analytik unterstützt die Entscheidungen. Letztendlich ist es unser Ziel, in einer "Engineer-to-oder" Umgebung Kosten durch ein wissensbasiertes Engineering-System zu senken.

EniT Invilogic GmbH ist ja ein Joint Venture aus einem Ingenieurs- und einem Softwareunternehmen. Wieso ist die Zusammenarbeit dieser beiden Bereiche für Ihre Arbeit so wichtig?


Da mechanische Produkte immer interdisziplinärer und von Software abhängiger werden, ist es unerlässlich Ingenieurs- und Softwarekenntnisse zu verknüpfen. Um erfolgreich Softwarelösungen in der Fertigungsindustrie einzuführen, ist ein tiefgehendes Verständnis für Konstruktionsprozesse und Fachwissen notwendig.

Das Joint Venture existiert nun seit zwei Jahren. Wie blicken sie auf die Zeit zurück und welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Das Joint Venture ist bereits sehr erfolgreich: in den zwei Jahren seit der Gründung könnten wir drei große Kunden in Bayern gewinnen. Die kürzlich geschlossene Partnerschaft mit MHP, eine Porschefirma, lässt auf einen großen Appetit deutscher Firmen auf gute Softwarelösungen, die im lokalen Markt angesehen sind, schließen. Wir erwarten, dass unser Geschäft in der Zukunft weiter wachsen wird, da alle Branchen nach digitalen Lösungen, wie wir sie anbieten, suchen.

Sie haben sich damals für München entschieden. Warum war das ihr präferierter Standort?

München verfügt über einen großen Pool an hochqualifizierten Fachkräften, die sowohl von den hiesigen anerkannten Universitäten – wie der Ludwig-Maximilian-Universität oder der Technischen Universität – als auch aus dem Ausland kommen. Deshalb ist die Stadt sehr international und Einheimische wie Unternehmen sind Ausländern und ausländischen Firmen gegenüber sehr aufgeschlossen. Zusätzlich bietet Bayern eine gute Infrastruktur: von den zwei internationale Flughäfen kommt man leicht nach Indien oder zu Kunden und Partnern in anderen Regionen. Der entscheidende Faktor war jedoch die Nähe zu bestehenden und potentiellen Geschäftspartnern sowie zu Kunden. Und man darf auch nicht vergessen, dass das Leben nicht nur aus Arbeiten besteht. Eine hohe Lebensqualität und ein ausgezeichnetes Bildungssystem für Kinder in deutschen und internationalen Schulen sind für uns auch sehr wichtig.

Eine letzte Frage: wo in Bayern verbringen Sie besonders gern Ihre Freizeit?

Mir gefallen die wunderschönen Seen, insbesondere den Tegernsee und den Schliersee, und Bergregionen in und um Bayern. Umgeben von Natur ist es einfach, seine innere Mitte zu finden.

 

Bayern bietet eine große Anzahl an erfolgreichen Unternehmen, die sowohl Kunden als auch Kooperationspartner werden können. Clusterplattformen helfen dabei sich mit ihnen zu vernetzen. Eine multikulturelle Arbeitsumgebung und ein großer Pool an hochqualifizierten Arbeitskräften machen Bayern zu einem angenehmen Standort. Zusätzlich bietet die Region eine hohe Lebensqualität und ein ausgezeichnetes Bildungssystem für Kinder.

EniT Invilogic GmbH

In Bayern seit:

2006 in München

In Bayern vertreten mit:

Deutschem Hauptsitz

Branche:

Engineering Software

Headquarter:

Hyderabad, Indien (Invilogic Software Pvt. Ltd.)

Mehr erfahren unter:

www.enit-invilogic.com