5 Minuten mit … Benjamin Gröschel, Mitgründer der Münchner Kaffeerösterei

Endlich guter Kaffee auf Events – mit diesem Anspruch starteten 3 Freunde in ein gemeinsames Abenteuer: eine eigene Kaffeerösterei. Letztes Jahr hat die Münchner Kaffeerösterei auf 270 Events 15.000 Messebesucher mit ihrem Kaffee beglückt und 45.000 Getränke ausgegeben. Wir haben uns mit Benjamin Gröschel, einem der Gründer, über Kaffee, Innovationen und wie die Digitalisierung jetzt auch eine analoge Branche erreicht, unterhalten. Denn das Münchener Unternehmen war dieses Frühjahr erstmals auf der CeBIT vertreten – und das nicht nur mit seiner mobilen Kaffeebar.

Gefühlt schießt jeden Monat eine neue Kaffeerösterei aus dem Boden. Kannst Du uns auf eine Espressolänge Eure Geschäftsidee erklären und wie Ihr damit Geld verdient?

Wir verbinden Menschen. Mit unserer innovativen Baristabar bringen wir Menschen auf Events und Messen zusammen und fördern den Austausch, um gemeinsam zu neuen Lösungen zu finden. Neben ausgebildeten Barista umfasst unser Team zudem Technologie- und Innovations-Experten. In Workshops und Seminaren teilen wir Erkenntnisse über die Kaffeekultur im Silicon Valley, die Geschichte des Kaffees und gesundheitlichen Vorteile des Kaffees.

Kaffee hört sich auf den ersten Blick nach einer analogen Angelegenheit an. Bei Euch fallen Begriffe wie Virtual Reality oder Blockchain. Was hat es damit auf sich?

Wir wollen den Kaffeemarkt auf den Kopf stellen. Das heißt bessere Kaffeequalität zu besseren Preisen und faireren Konditionen für den Kaffeebauern. Virtual Reality verbindet den Konsumenten mit dem Kaffeebauern – Schulter an Schulter mit dem Kaffeebauern Kaffee trinken. Mit unserem Quality First Projekt machen wir uns für mehr Transparenz im Einkauf des Rohkaffees stark – smarte Sensorik (schwache künstliche Intelligenz) und die Blockchain Technologie ermöglichen es Bürokratie und Importkosten zu reduzieren, Zwischenhändler zu eliminieren und durch offen gelegte Bezugswege die Kaffeequalität und Fairness gegenüber den Bauern nachhaltig zu verbessern.


Einer Deiner Mitgründer ist an einem Start-up beteiligt, das sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Hat das auch Auswirkungen auf das Kaffeebusiness?  

Als Experte für Künstliche Intelligenz ist Steven weltweit unterwegs. Durch seine Projekte in den Emiraten und San Francisco sind wir im Bereich neuer Technologien immer auf dem neusten Stand. Das hilft bei der Entwicklung innovativer Ideen, um alte Probleme zu lösen. Die Zusammenarbeit mit seinem zweiten Unternehmen TinyBox ist sehr eng. Wir feiern auch viel zusammen.


Das ganze Interview mit Benjamin Gröschel als Podcast:

 

Ihr seid ja schon von Berufs wegen auf sehr vielen Veranstaltungen vertreten. Wie ist Eure Einschätzung zu Bayerns Messe- und Eventlandschaft?

Gerade der Gründerstandort Bayern wächst – innerhalb Deutschlands und Weltweit. Das merken wir auf Messen und Events wo häufig das aktive Netzwerken im Mittelpunkt steht. Über die letzten Jahre sind in München und ganz Bayern viele neue Formate entstanden und haben sich etabliert. Von der Bits & Pretzels über die Medientage München bis hin zur herCAREER – Die Messe- und Eventlandschaft ist hier immens vielschichtig.


Euch gibt es jetzt seit einem Jahr auf dem Markt. Was hättet Ihr gerne schon vor der Gründung gewusst; welche Tipps könnt Ihr jungen Gründern mit auf den Weg geben?

Gründen bedeutet sich zu wandeln. Immer und kontinuierlich. Und dabei ist es unerlässlich, den Blick auf sein Umfeld zu wahren: Natürlich auf den Markt aber vor allem auch das eigene Netzwerk. Wenn du dir kontinuierlich die Frage stellst „Welchen Mehrwert kann ich in meinem Netzwerk stiften?“ wächst du mit deinem Netzwerk und das öffnet dir immer wieder Türen. Diese Gewissheit bringt eine Gelassenheit, die man oft gerade im ersten Gründungsjahr gut brauchen könnte. 


Kaffee hat auch etwas mit Lifestyle zu tun. Wo kann man in Bayern am schönsten Kaffeetrinken? 

Das Schöne am Kaffee ist dass er praktisch in jede Situation passt. Vom kleinen Altstadtkaffee bis hin zur Berghütte findest du in Bayern mit Sicherheit deinen Sweet Spot. 

Wenn du mich fragst: Was gibt es schöneres als eine Tasse guten Kaffee als Belohnung für eine Gipfelbesteigung in den Alpen?

Wir wollen München etwas zurückgeben. Nirgends ist die Dichte an engagierten Menschen so hoch wie in Bayern.


Erfahren Sie mehr über die Münchner Kaffeerösterei:

Münchner Kaffeerösterei

In Bayern seit:

Jeher – Für die Münchner Kaffeerösterei ist Bayern Wiege und Heimat.

In Bayern vertreten mit:

Headquater

Branche:

Veranstaltungen, Consulting, Seminare und Spezialitätenkaffee

Headquarter:

München

Mehr erfahren unter:

www.kaffeemuenchen.de