Umwelttechnologie

Umwelttechnologie

Als Querschnittsbranche spielt die Umwelttechnologie eine Schlüsselrolle für eine langfristig tragfähige Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft. Bayern bietet den Akteuren im Bereich Umwelttechnologie beste Bedingungen.

Die Umwelttechnologie schafft die Basis für eine Wirtschaft, die bei steigender Produktivität Ressourcen schont. Die Erkenntnis, dass Umwelttechnologie der Schlüssel zur lebenswerten Welt von Morgen ist, bedeutet für die Branche ein hohes Wachstumspotenzial. Bayern ist hier gut aufgestellt und bietet Chancen für Unternehmen aus allen Bereichen der Umwelttechnologie wie der Abfallwirtschaft, Bodensanierung, Wasseraufbereitung, Luftreinhaltung und regenerativen Energietechnologien.

In Bayern sind über 2.000 vor allem mittelständische Betriebe aus der Umwelttechnologie und damit etwa 20 Prozent der in diesem Bereich tätigen deutschen Unternehmen Zuhause. Sie bieten national wie international umwelttechnologische Produkte sowie die gesamte Palette branchenrelevanter Dienstleistungen an, etwa die Projektplanung und -entwicklung sowie den Anlagenbau. Initiativen wie der Umweltpakt Bayern stärken die Eigenverantwortung der bayerischen Betriebe im Umweltschutz und damit auch die Position der gesamten Branche.

In Bayern arbeiten über 100 Forschungseinrichtungen im Bereich der Umwelttechnologien. Zu den Forschungsfeldern zählen regenerative Energien, Kraft-Wärmekopplung und Verfahren zur Luft-, Wasser- und Bodenreinhaltung, aber auch Spezialbereiche wie die Produktion innovativer Materialien und Wärmedämmung. Das bayerische Forschungsengagement ist immens und akquiriert erfolgreich Gelder für innovative Projekte mit hohem wirtschaftlichen Potenzial für die Umwelttechnologie produzierenden Unternehmen. So belegten zwischen 2005 und 2007 fünf bayerische Universitäten Spitzenplätze in der Akquisition von EU-Fördergeldern für „Nachhaltige Energiesysteme“.

So gut organisiert wie die Forschung ist die Ausbildung in der Umwelttechnologie. Die Bandbreite der Qualifizierungsmöglichkeiten an bayerischen Hochschulen und Universitäten ist groß und reicht von Bachelor-Studiengängen in Bereichen wie Erneuerbare Energien, Umwelt- und Verfahrenstechnik sowie Umweltsicherung bis zu Masterstudiengängen wie dem Studiengang „Nachwachsende Rohstoffe“. Daneben sorgen umwelttechnische Ausbildungsberufe für qualifizierte Fachkräfte, sodass Bayerns Umwelttechnologie-Unternehmen auch in Zukunft bestens ausgebildetes Personal auf dem Arbeitsmarkt vorfinden.

Unternehmen und Einrichtungen des Umweltbereiches kooperieren in einer Vielzahl regionaler, zum Teil spezialisierter Netzwerke, die insbesondere rund um die Wirtschaftskammern und -verbände organisiert sind  – zum Beispiel im KUMAS – Kompetenzzentrum Umwelt e.V. oder im Netzwerk Umweltkompetenz Nordbayern (UKON). Die Internetplattform BAIKUM setzt sich für die Stärkung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit und der Exportfähigkeit bayerischer Umwelttechnologie ein.
Übergeordnet bündelt das Umweltcluster Bayern die bayerischen Kompetenzen in den Bereichen Abfall und Recycling, Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung, alternative Energiegewinnung, insbesondere Energie aus Abfällen und Biomasse, Luftreinhaltung und Ressourceneffizienz.

Zentrale Zielstellung des Umweltclusters Bayern ist es, die Innovationstätigkeit und Internationalisierung der Branche aktiv zu fördern, um so den Wirtschaftsstandort Bayern nachhaltig zu stärken und als weltweit führendes Zentrum für umwelttechnisches Know-how zu etablieren. Damit einher gehen die Sicherung vorhandener und die Schaffung zusätzlicher hoch qualifizierter Arbeitsplätze im Bereich der Umweltwirtschaft in Bayern.