Nanotechnologie

Die Menschheit hat gerade erst damit begonnen, sich das Potenzial der Welt kleiner und kleinster Teilchen zu erschließen. Dieses Potenzial ist riesig. Bereits heute bietet die Nanotechnologie als Querschnittstechnologie Lösungen für unterschiedlichste Branchen wie die Automobilindustrie, die Bio- und die Umwelttechnologie, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und die Textilindustrie. Bayern investiert nicht nur in die Nanotechnologie-Forschung, sondern bietet auch denjenigen Unternehmen ein attraktives Umfeld, die Nanotechnologie bereits heute einsetzen bzw. nutzbar machen.

Bayerns Nanotechnologie-Szene umfasst heute etwa 325 Akteure aus der Industrie, Verbänden und Institutionen sowie aus der Forschung und Entwicklung. Angesichts des gewaltigen Potenzials der Nanotechnologie ist hier noch viel Raum für weitere Akteure. Bayern hat eine ausgezeichnete Forschungslandschaft aufgebaut, in der an Nanotechnologie-Lösungen für Bereiche wie Chemie, Umwelt, Gesundheits- und Bauwesen geforscht wird. Das Cluster Nanotechnologie organisiert den Wissenstransfer in die Unternehmen sowie die Kooperation von Forschung und Wirtschaft, sodass aus neuen Erkenntnissen auch schnell neue marktreife Produkte entstehen, die national wie international viele Abnehmer finden.

Forschung und Hochschulausbildung in der Nanotechnologie konzentrieren sich in Bayern vor allem in den Forschungsregionen Augsburg, Bayreuth, Erlangen-Nürnberg, München, Regensburg und Würzburg. Akademischer Nachwuchs für die Branche wächst hier beispielsweise im Masterstudiengang „Neue Materialien / Nano- und Produktionstechnik“ der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg oder im Studiengang Nanoscience der Universität Regensburg heran. Unternehmer treffen daher in Bayern auf akademische Spitzenkräfte aus unterschiedlichen Bereichen der Nanotechnologie.

Talentförderung für die noch junge Branche setzt in Bayern aber nicht erst bei Ausbildungsangeboten an. Projekte des Clusters Nanotechnologie wie der NanoShuttle und der Nano-Schulwettbewerb machen bereits die Jüngeren mit dem Thema „Nanotechnologie“ vertraut und schaffen so die Basis dafür, dass es der Branche auch morgen und übermorgen nicht an talentierten Fachkräften mangelt. Aber nicht nur in der Bildung und Ausbildung, auch in der Forschung setzt Bayern Akzente, die der Nanotechnologie zugute kommen. Gemeinsam mit Forschungsinstituten wie einigen Fraunhofer Instituten der Fraunhofer Allianz Nanotechnologie sind viele bayerische Hochschulen Grundpfeiler der Nanotechnologie-Forschung in Deutschland.

Mit dem Cluster Nanotechnologie, das von der Nanoinitiative Bayern GmbH gemanagt wird, unterstützt Bayern Unternehmen aus der noch jungen Technologiebranche bei einer Vielzahl von Aufgaben, mit denen die Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg in der Nanotechnologie geschaffen wird. Das Cluster fördert Kooperationen zwischen F+E-Einrichtungen und Anwendern in der Wirtschaft, unterstützt innovative F+E-Projekte etwa durch Suche geeigneter Förderungen oder auf Wunsch auch durch komplettes Projektmanagement und bindet Start-ups sowie KMU in Netzwerkprojekte ein.

Deutschland ist neben den USA und Japan Technologieführer im Bereich der Nanotechnologie und Bayern gehört zu den bedeutendsten Nanotechnologie-Standorten der Welt. Das Cluster Nanotechnologie initiiert auch für kleinere bayerische Unternehmen der Branche Kontakte mit internationalen Institutionen, Netzwerken und Firmen, um den Eintritt in internationale Märkte zu erleichtern. Daneben führt das Cluster aber auch die gesellschaftlich relevante offene Diskussion über Chancen und Risiken der Nanotechnologie, bemüht sich erfolgreich um hohe Akzeptanz und trägt nanotechnologische Inhalte in den Schul- und Hochschulunterricht. Auch so dient man der Branche.