Biotechnologie

In Bayern existieren gleich mehrere BioTech-Regionen, in denen sich Unternehmen der Branche konzentrieren. Zu ihnen gehören unter anderem die BioTech-Region München/Martinsried mit dem Campus Martinsried-Großhadern sowie die BioRegionen Regensburg, Franken und Straubing. Insgesamt existieren bisher über 350 Unternehmen aus dem Life Science-Bereich in Bayern und die Infrastruktur bietet Platz für noch mehr Akteure. Das liegt nicht zuletzt an den vielen national und international renommierten Forschungseinrichtungen, die hier in Bayern ihren Sitz haben.

Ein Schwerpunkt der bayerischen Biotechnologie-Szene liegt in der Entwicklung neuer Therapeutika und Diagnostika. Um neuen BioTech-Unternehmen in Bayern den Einstieg in den Markt möglichst zu vereinfachen, bieten Netzwerke wie BioMed Würzburg, BioPark Regensburg GmbH und BioM in München individuelle Unterstützung, effektiven Wissens- und Technologietransfer, Beratung in Finanzierungsfragen sowie von Anfang an eine Integration in die gut ausgebauten Netzwerkstrukturen. Zudem bemüht sich das Cluster Biotechnologie erfolgreich um eine einheitliche Außendarstellung des Biotechnologie-Standorts Bayern, unter anderem auf großen Fachmessen wie BIO-USA und Biotechnica.

Eine ganze Reihe bayerischer Hochschulen wie die Ludwig-Maximilians-Universität und die Technische Universität München sowie die Universitäten Würzburg und Regensburg beweist hohe Kompetenz in biotechnologischer Forschung und Lehre und haben sich internationales Renommee in dieser Zukunftstechnologie erworben. Zahlreiche junge Akademiker mit einer exzellenten biotechnologischen Ausbildung verlassen Jahr für Jahr die Hochschulen und bringen ihre neu erworbenen Kompetenzen in die Branche ein. Gut für Bayerns Biotechnologie-Unternehmen.

Biotechnologieforschung findet in Bayern nicht alleine auf der Ebene der Hochschulen statt, sondern auch in einer Reihe renommierter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz-Zentrum für Umwelt und Gesundheit sowie den Max-Planck-Instituten für Biochemie, Neurobiologie und Psychiatrie. Sie arbeiten eng vernetzt mit Biotechnologieunternehmen und den Hochschulen an biotechnologischer Spitzenforschung. So ist etwa das Helmholtz-Zentrum für Umwelt und Gesundheit in München mit mehreren Entwicklungsprojekten ein Teil des Spitzenclusters „m4 — Personalisierte Medizin und zielgerichtete Therapien: Eine neue Dimension in der Medikamentenentwicklung“.

Biotechnologie-Unternehmen treffen in Bayern auf eine Reihe gut organisierter Netzwerke und Biotech-Regionen, die im Biotechnologie Cluster Bayern vernetzt sind. Regionale Netzwerke sind BioMed Würzburg sowie BioM im Raum München. Sie definieren für sich Aufgaben wie die Beratung zu Finanzierungsmöglichkeiten und Förderprogrammen sowie eine verstärkte Vernetzung von Wissenschaft und Industrie. Gründer und Unternehmer treffen hier auf eine Infrastruktur, die ihnen eine umfangreiche Unterstützung bietet. Gemeinsam ist man stark!

Großen Wert haben die Netzwerke auch auf internationaler Ebene. Sie steigern die Präsenz bayerischer Biotechnologie-Firmen auf großen Messen wie der BIO-USA, sorgen dafür, dass Biotechnologie aus Bayern weltweit Anerkennung findet und stoßen die Türe weit auf zu internationalen Märkten und Kooperationen. Aber nicht alleine die internationale Vernetzung und die der Biotechnologie-Akteure untereinander ist wichtig, sondern auch die des Clusters Biotechnologie mit verwandten bayerischen Clustern. So ist das Cluster Biotechnologie bei der Entwicklung medizinischer Therapie- und Diagnosegeräte bzw. –Verfahren beispielsweise eng verzahnt mit dem Cluster Medizintechnik. Vernetzung auf allen Ebenen.